Be Christian, not religious!

Faith Outreach Church

Worship. I now know what that is!!

This morning I decided that I would want to have a real experience of the Bible Belt. There is one of these, well, let’s say very special churches just 500 meters from Erin’s house so I went there for the 11 a.m. service. Was the second one, they already had one at 9 a.m. I got into the building (building, please! never go so far to call it a church!) on the back entrance and I found myself in a long grey corridor with people running around everywhere. I walked in and turned to the right, saw people getting dressed up in white robes, a huge kitchen and different rooms for children to be taken care of, like 0-2, 3-4 and so on. I asked a lady if there was the service at 11.00 and she was so kind to take me to the front of the building.

Before entering the “Sanctuary” (my dictionary would call that “Heiligtum” – but I come back to that later) I ran into the welcome team who was very happy that I found my way to this church, they asked me for my name and where I was from. Unfortunately I can’t complete hide my accent yet so I had to confess I was from Germany. Of course I was immediately dragged to a German woman because everybody thinks it’s great to have Germans meeting. I spend 14 days in this country and for sure I didn’t come here to meet strange German people! But okay, I was so kind to sit next to her during the service. She said, she wouldn’t stay until the end (which would have been 1.00 p.m.) because she already attended the first service. Ma che?! Bon.

Also betraten wir das “Heiligtum“. Ich hätte es eher bestuhlte Konzerthalle genannt. Ich wünschte mir, unsere Hörsäle sähen so aus. In der Mitte eine Bühne, dahinter drei Leinwände mit einem sich bewegenden cheering-for-Jesus-Hintergrund. Rechts und links eine weitere Leinwand, darauf Videoübertragung des aktuellen Entertainers (Pianist oder Pastor). Rechts stand der Chor, der für die Songtexte noch mal eine eigene Leinwand auf der Rückseite des Saals hatte. In der Mitte eine riesen Kamera. Links eine weitere, an einem herumschwenkenden 10 m langen Kamerakran. Incroyable.

Ich wurde noch einigen anderen Leuten vorgestellt, dann begann das Konzert. Chor, Band, the usual. Alle standen auf, viele streckten die Hände in die Luft, alle waren ergriffen. Und immer wieder Jesus. Jesus, you are worthy to be praised, we praise you Jesus, Jesus, Jesus, Jesus. The poor guy. Nach drei, vier Liedern kam der Auftritt eines schleimigen Pastors. He explained that we repeat the name of Jesus over and over again to remind us that it’s Him we worship and not the ministers or anything or anyone else. Zwischendrin immer wieder Applaus für ihn. Ständig ein Amen! oder Hallelujah!. We’re here to receive His grace (and I’m very sure you can get it only there and now!), to change our attitude; we have to change our attitude. Jesus said that it’s the weary that will be saved! Einige strecken geballte Fäuste in die Luft, Amen! Amen! Yes! Hallelujah!

Dann hat er angefangen zu predigen, oder wie auch immer man die Show nennen mag, die er geben hat. Oh nein, vorher gab es noch den Test. And let’s see if you’re gonna pass the test! Bei uns nennt man das einfach Kollekte. Als alles eingesammelt war, gingen die fleißigen Helfen nach vorne, der Pastor sagte “I would call this blessed..” und alle riefen Blessed! Blessed! Blesses! „..in the name of Jesus“. Dann fragte er, wer heute zum ersten Mal da sei, wer ihnen die Ehre mache, gekommen zu sein. Sie wüssten das sehr zu schätzen, denn schließlich hätten wir auch zuhause bleiben oder in eine andere Kirche gehen können. Ja, wir hätten in die Kirche gehen können… Anyway, ich habe brav meine Hand gehoben, und sobald alle Hände oben waren, liefen von hinten fleißige Helfer nach vorne und verteilten Info-DVDs, mit Willkommens-Kuli und Einschreibeformular (leider ist es kein Video, sondern nur Audio, man soll ja schließlich selbst hingehen und sehen und gerettet werden!).

Er sagte etwas ueber seine letzte Predigt, about “calling people to the Altar” and the whole time I was like “which altar???”. In this hall there was no cross, no altar, no nothing, it was a concert hall and that’s it!

Die etwas durchgeknallte Deutsche kam dann zu mir und sagte, sie ginge jetzt. Es habe sie sehr gefreut, dass ich da bin, sie wünsche mir eine gute Reise nach Hause, wir würden uns ja nicht mehr sehen, auf der Erde, aber wir sehen uns im Himmel.

Mir fiel die Kinnlade runter, ich verabschiedete mich und konnte dem Pastor die nächsten Minuten nicht mehr folgen. Too bad I will see her again. Für die One-man-Show (and I use this term on purpose!) wurde kurzerhand noch ein Pult auf die Bühne gestellt. Jeder hatte natürlich seine eigene Study-Bible dabei uns schrieb brav mit. Aber eigentlich gab es gar nichts mitzuschreiben, denn er erzählte nur crap über sich selbst. Und immer wieder Hallelujah! und Amen! Amen!

Es gibt einen großen Unterschied zwischen religiös und christlich. Jesus was against religion! And he never used politics! Religious people talk about the laws the whole time but never keep them. Ma che!?! Of course everyone there was Christian. Super-christian. They were loving each other in that parish, that’s why they come to church every Sunday, because there is so much violence and cold out there. Und wer liebt wird gerettet, therefore I am very grateful to have received something of the great love from these people.

Nach einer Stunde bin ich dann gegangen, schliesslich wollten wir noch country music in Nashville hoeren. Witzig und erschreckend, wirklich erschreckend.

Worship. I now know what that is. Da soll noch mal einer sagen, ich wüsste nicht, wovon die da reden. Ma che!?

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1 Comment

Filed under Bible Belt, Yes, we can!

One response to “Be Christian, not religious!

  1. jan

    Puh, ich bin beruhigt, dass in diesem Post zum ersten Mal der Bezug zwischen Nashville und Musik geschaffen wird. Schließlich ists die “Music City USA”.
    Befürchtete schon, du würdest nur den religiösen Befindlichkeiten der Amis auf den Grund gehen. Das hättest du allerdings auch in Gießen bereits gut machen können, bei den, was hier so kreucht und fleucht…
    Weiterhin noch viel Spaß!
    Janni

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