Phantom-Musik

Am Freitag war ja Fiesta Latina, das bedeutet, wenn es denn dazu kommt, schläft man in der Regel unter meditativem Bass aus dem Keller ein. Eine Geräuschkulisse, die einen den ganzen Abend begleitet.
Am Samstag schien die Musik immer noch zu laufen, jedenfalls war der Bass am Morgen nicht verschwunden. Ein seltsamer Tinitus dachte ich erst, aber nein, es war wohl das Zimmer neben an, aus dem der Bass kam.
Als ich Samstag nach, zugegebenermaßen etwas angetrunken, heim kam und im Bad war, habe ich schon wieder den Bass gehört. Dabei war keine Feier. Also ich war mir sicher. Ich schob es auf den Extra-Cocktail, den wir bekommen hatten und ging ins Bett. Heute Morgen war er schon wieder da. Ich vermutete, dass ist so wie Phantom-Schmerzen. Naja, oftmals ist das ja auch schmerzhaft, was da aus dem Keller kommt. Ich rätselte also wieder über den Bass und fand schließlich raus, dass es ein schnarchenden Tenor war. Und das hatte ich in zweieinhalb Jahren noch nie gehört!

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1 Comment

Filed under Life in Gießen

One response to “Phantom-Musik

  1. Dominik

    Gott sei Dank habe ich scheinbar einen so guten Schlaf, dass bisher noch nicht in den Genuss dieses Tenor-Basses gekommen bin, dessen Zimmer ja immerhin nur durch eine wenige Zentimeter dünne Wand von meinem getrennt ist…

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