It’s not the catch, but the feeling

Wir sind wieder heil aus Hinterzarten nach Nordbaden zurückgekehrt. Sommerurlaub ist dann leider doch nicht das Wort der Wahl. Freitag sind wir sechs Stunden durch den Regen gelaufen, aufgrund von Starkregen haben wir Samstag dann jegliche Aktivität abgebrochen und uns auf Skimuseum und Eiscafé konzentriert (was in der Kombination mit Frühstück und Abendessen den Tag ausfüllende Tätigkeiten waren), bevor wir Sonntag dann doch noch die Sonne auf dem Feldberg entdeckt haben.

Zum größten Amüsement haben die beiden von uns aufgesucht Gastronomie-Betriebe beigetragen. Auf der Flucht vorm Regen kamen wir in einem Häusle vorbei, in dem am anderen Ende des sonst leeren Gastraums noch zwei andere Damen saßen, die sich mit der Lautstärke ihrer Unterhaltung uns ihr Gespräch hörenderweise förmlich aufzwangen, während wir völlig durchnässt eine supergeile heiße Schokolade aus dem Kännchen schlürften. Nachdem die Zeugen Jehovas kurz abgehandelt wurden, kam “Marco” ins Spiel, der sich bei Facebook angemeldet hat und dort “durchsuche bitte mein ganzes Adressbuch” angeklickt hat. Und so erhielt eine der Damen entsetzt eine Facebook Email, in der ihr Freunde vorgeschlagen wurden und alles fragte sich mal wieder, was Facebook denn eigentlich zu so einer Präzision verhilft, während der Koch und die Wirtin feststellten, dass heute jeder, “auch wenn man nur eine Stunde auf der Welt ist” mit 20.000 Euro verschuldet ist.

Ebenfalls nicht entziehen konnten wir uns den Gesprächen unserer Nachbarn im Eiscafé. Im Eck saß eine Gruppe von Leuten, die irgendwann “und die beiden Neger aus der Allgemeinmedizin” fallen ließen, während zwei Tische weiter zwei Ladies, ganz offensichtlich der Oberschicht angehörig, saßen und eine zur anderen sagte “there is this Facebook – I am not on facebook!”. Der Eisbecher war lecker.

Und was studierst du?

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3 Comments

Filed under En route

3 responses to “It’s not the catch, but the feeling

  1. Hübscher Eintrag. Ich mag die feine Art, in der Du die Gespräche beschreibst und in den Gesamttext einfügst.
    Der Eisbecher war lecker 😉

  2. marface

    eine treffende zusammenfassung der geschehnisse – weiter so! 😉

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