28.000 Mal ja sagen

Mein letztes Posting ist ja nun schon fast zwei Wochen her, dabei wollte ich die ganze Zeit schon was schreiben – allein die Zeit ist knapp. Ich stehe nämlich zurzeit im Dienste der Wissenschaft! 
[—– JavaScript Runtime Error! —–] innerfamilie Tötungsdelikte, aber nähere Ausführungen dazu vielleicht in einem Paper “Thilo in Gtmo – Über die Verletzung rechtsstaatlicher Prinzipien unter Berücksichtigung psychoanalytischer Sachverhalte im Lichte der europäischen Aufklärung” an anderer Stelle.

Der radikale Feminismus als Meisterin des Wortspiels

Zurück zum Dienste an der Wissenschaft: Zusammen mit einem Kollegen inventarisiere ich die Bibliothek unseres Instituts, ca. 28.000 Bücher, welche handschriftlich in Inventarbüchern erfasst sind, das erste aus dem Jahr 1965. Informationstechnologische Anwendungen namhafter Hersteller zur Sortierung von Listen kommen nicht zum Einsatz. Produktivitätssteigerungen, wie sie nach dem Niederlegen der Waffen bis heute erfolgt sind, können so nur in geringem Maße nachvollzogen werden. Aber andere Branchen erleben seit 200 Jahren keine Produktivitätssteigerungen mehr und sind daher von öffentlichen Zuschüssen abhängig, wie die ZEIT kürzlich berichtet, aber auch dazu wann anders mehr.

Wir überprüfen also, ob alles bedruckte Papier an seinem Ort steht, 28.000 Mal. Das bisher älteste Buch ist „Jacobs Frauenschule“, Band II aus dem Jahre 1827, viel Geseier über Leiden und Tod. In manchem Regal steht vieles, was noch unter Kaiser Wilhelm in den Druck ging, anderes stammt ganz offensichtlich aus der NS-Zeit.

Der Rekordhalter: 1827

Der Buchdruck an sich hat ja schon etwas faszinierendes, wenn man da so ein Werk aus dem 19. Jahrhundert vor sich hat. Man kann sich wohl kaum vorstellen, wie viel Arbeit es war, so ein Buch zu setzen, den Text ohne EDV-gestütze System so gleichmäßig zu verteilen, den Blick auf das Ganze gewahrt. Und auf dem Papier sieht man richtig, dass dort nicht bloß Tinte draufgesprüht wurde, sondern schwere Metall-Letter im wahrsten Sinne des Wortes einen Abdruck hinterließen.

Es ist eine Schande, dass man heute trotz all der technischen Möglichkeiten (da haben wir wieder den Prodiktivitätszuwachs!) so viele hässliche Bücher produziert werden! Da wird lieblos in Times New Roman gedruckt, fast schon um sicherzustellen, dass niemand am Lesen eine Freude haben wird. Da könnte man sich wirklich mal an Beispiel an solchen Werken hier nehmen, bei denen die Menschen noch drüber nachdenken mussten, was sie tun!

Von der Typografie abgesehen hat uns aber am besten die Reihe „Bedrohte Jugend – Drohende Jugend“ aus – ich nehme an – den 60er Jahren gefallen, auf deren Titelseite stets ein Foto mit dem knackigen Titel des Bandes unterlegt wurde. Hier einige Fundstücke:

Hier meint man ja auch zu sehen, wo es her kommt...

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