Fußball von seiner schönsten Seite

So. Nachdem mein letztes Posting um die Welt gegangen ist (fast 200 Views), hatte ich leider nichts mehr von ähnlicher Tragweite zu berichten. Gestern war es dann endlich wieder so weit – nach zwei Jahren Vorfreude habe ich in großer Menge mittlerweile stark umworbene Ladies bejubeln dürfen.

Lange hingen die Karten für das Spiel Frankreich – Deutschland bei mir am Schrank und gestern ging es dann endlich nach Mönchengladbach. Die Ladies waren zuletzt stark in die Kritik geraten, doch wir hätten es nicht besser treffen können – sechs Tore, Elfmeter, rote Karte, ein paar gelbe, ein phantastisches Spiel und 45.000 begeisterte Fans. 4:2 für Deutschland – und so schön kann nur Frauenfußball sein! Ich vermag es kaum in Worte zu fassen, mit welcher Euphorie wir das Stadion verließen, welch tollen Fußball es gab und wie mitreißend diese Frauen sind.

Close-ups gab es leider nur nach dem Spiel

Es wurde im Vorfeld der WM viel diskutiert, warum man der Fußballweltmeisterschaft denn die Frauenweltmeisterschaft voranstellen müsse, warum versucht werde, das Kampflesben-Klischee aus dem Fußball zu verbannen, warum 2011 so auf die Schönheit zugeschnitten sei. Mancg einer schrieb, man solle den Fußball doch seine eigene Geschichte schreiben lassen. Und wenn die Stadien dieser WM reihenweise ausverkauft sind, dann kann ich nur sagen: er tut es! M.E. halt einfach mit einer schöneren Handschrift als in der Männerbastion. Einige der Tickets sind übrigens auch an „Kampflesben“ verkauft worden. Reihenweise auch an weibliche und männliche Fußballfans.

Bei dem Gesichtsausdruck ist die Bandenwerbung Programm! Wobei die finnische Schiresse in einer soliden Leistung den regelwidrigen Körpereinsatz wenigstens zumeist adäquat ahndete.

A propos Männerbastion: ich meine mich zu erinnern, dass ein Freund vor einiger Zeit erzählte, in den USA liefen Fußball spielende Jungs Gefahr, mit der Beschimpfung „Mädchen“ gehänselt zu werden. So gleich sind sich die westlichen Kulturen in ihren Geschlechterrollenbildern dann doch nicht. In den USA hat der europäische Fußball nämlich keine männliche Tradition – und wird dort in der einzigen Frauenfußball-Profiliga der Welt gespielt.

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Filed under En route, Ladies 2011, Sporty Schrat

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