Homokini-Debatte

»Da wird über ein Burkini-Verbot gestritten, aber schwul sein ist okay oder was?!«

So oder so ähnlich zitierte eine Freundin verständnislos einen Landsmann aus dem Osten Europas. Eine Frage, die keiner Diskussion bedarf, aber die doch schwer an meiner Weltordnung rüttelte.

Auch wenn klar sein sollte, was mir nahe liegt und was fern, wünsche ich mir, dass keinem Menschen die Kleider vom Leib gerissen oder Besuche am Strand verboten werden – genauso wenig wie aufgezwungene Verhüllungen. Andererseits wünsche ich mir auch, dass noch ein bisschen Stoff übrig bleibt für die Frauen auf den FKK-Party-Plakaten, die der Welt ihre nur mit Pixeln bekleideten Brüste aufzwingen. Ich wünsche mir in Freiheit Leben und Lieben zu können, als Frau, als religiöser Mensch, als Homo, dem Gegenteil und/oder einer Kombination daraus.

Und ich wünsche mir, dass Menschen nicht den Plakaten glauben, auf denen steht, die Homo-Ehe schade der nationalen Fruchtbarkeitsrate. Die wird nämlich weitaus schwerwiegender durch all diese Hetero-Partnerschaften beeinflusst, die von mir die gleiche Akzeptanz erwarten wie ich von ihnen, seien sie aus dem Osten Europas oder sonst wo her.

20160909-sos

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  1. Pingback: Memory zum Abstillen | Schratiblog.

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