From one beginning to another

Um die Weihnachtsfeiertage habe ich es nicht geschafft, ein wenig der Besinnlichkeit rechtzeitig in Worte für diesen Blog zu fassen und kreativ mit einer passenden Fotografie zu versehen.

Dabei war das Foto bereits geschossen, zwei sogar, inspirierende Worte gelesen und gehört.

Worte vom entsprungenen Ros’, von der Symbolik eines neuen, lebendigen Triebes, der an einem Stück toten Holz wächst – in der Vermutung, dass es auch in unserem Leben sicher das ein oder andere Stück Totholz steckt.
Worte vom Neuanfang, den wir Weihnachten für uns selbst feiern können, unabhängig von begangen Fehlern oder erlittenen Verletzungen.
Worte aus einer französischen Übersetzung des Veni, veni Emmanuel, in der es im Refrain heißt: Chantez, chantez!Singet, singet! – der Aufruf zum Singen öffnet den Raum nicht nur für die Freude (wie der lateinische Originaltext), sondern für Zweifel, Klage und Hoffnung.
Worte von der Einfachheit des Herzen, davon, dass nichts nötig ist, um am Licht Gottes teilhaben zu können.
Und nicht zuletzt Worte vom Ochs und dem Esel, die stellvertretend für all die Gänse, Schweine und vielen anderen die menschliche Überheblichkeit in Frage stellen. Sie sehen dem weihnachtlichen Anspruch an Besinnlichkeit und Frieden mit einem Linsenbraten sicher deutlich mehr genüge getan.

Zeit für die Kontemplation all dieser Worte fand sich nach den Feiertagen, zwischen den Jahren – da ist ja immer noch Weihnachtszeit, wovon man in unserer schnelllebigen Welt aber oft nicht mehr so viel von mitbekommt.

Die auf Weihnachten folgenden Motive lassen sich gut im Aldi-Prospekt ablesen – Silvesterfeier, Neuanfang mit persönlicher Fitnessgeräteausstattung, die den Linsenbraten vergessen machen sollen.

Das mit dem Neuanfang scheint sich dann aber doch zu wiederholen. Es erinnert mich an die Worte von frère Roger, der davon sprach, immer wieder von Neubeginn zu Neubeginn zu gehen, immer wieder aufzubrechen und den inneren Kompass neu auf den Frieden auszurichten und ausrichten zu lassen.

Nach dem weihnachtlichen Zuspruch, dass diese Ausrichtung möglich ist, ist der Jahreswechsel vielleicht ein guter Moment, um diesen Neubeginn zu zelebrieren. Symbolisch, als einen von vielen Neubeginnen, den die Zukunft für uns bereit hält und bei dem wir immer wieder die Möglichkeit haben, die Richtung zu korrigieren.

Für das neue Jahr wünsche ich uns, dass wir das Ziel nicht aus den Augen verlieren, zu dem uns der Kompass führen möchte, zur Hoffnung und zum Frieden – in uns selbst, mit unseren Mitmenschen und mit all der Schöpfung, die um uns herum ist – und dass wir uns immer mal wieder einen Moment nehmen, alleine oder gemeinsam, um zu schauen, in welche Richtung wir gerade unterwegs sind.

Spaziergang zum Jahresende über Allendorf

2 thoughts on “From one beginning to another

  1. Pingback: Angekommen am Start – SchratiBlog

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