Überm Sternenzelt

Ein schlichtes, aber sehr begeisterndes Erlebnis, mit einem durchaus ausbaufähigen, aber dennoch stolzen Ergebnis. Anfang Januar radelte ich eines späten nachmittags nach Hause. Nachdem ich die Stadt verlassen hatte, breitete sich der Sternenhimmel vor und über mir aus. Es war leider zu kalt, um den Moment in Ruhe auszukosten, aber ich beschloss, nach meiner Ankunft das Rad gegen das Auto einzutauschen, nochmal auf den Hügel zu fahren und es einfach mal auszuprobieren: Den Sternenhimmel zu fotografieren. Ohne Plan und ohne Anleitung, dafür mit Neugier auf das, was da oben vielleicht alles zu sehen sein könnte. Und das war mehr, als ich erwartet habe!

Als ich so dastand und den Himmel betrachtete, musste ich an eine Erzählung denken, die ich irgendwo mal aufschnappte, ich weiß leider nicht mehr wo und welchen Ursprung sie hat. Sie vergleicht den Nachthimmel mit einem großen schwarzen Vorhang. Durch viele kleine Löcher scheine das Licht durch den Vorhang hindurch – das sei Gottes Art uns zu sagen, dass Er dahinter immer noch auf uns aufpasst.

Als Jugendliche ließ ich mich das erste Mal von diesem Gedanken faszinieren und schaute auch jetzt wieder so berührt, wie man es bei Minusgraden sein kann, in die Weite des Sternenhimmels und wartete darauf, dass meine Kamera die vielen kleinen Lichtstrahlen einfängt – und das waren so viel mehr, als meine Augen sehen konnten. Vielleicht ist hinter dem Vorhang noch mehr, als wir uns vorstellen können.

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