Olive statt Buchs – Cammino #2

Wir haben uns einen Tag in Florenz genommen und uns in der Erwartung von Einsamkeit und Ruhe in den nächsten zwei Wochen nochmal ins Touristengetümmel gestürzt. Das ließ sich gut aushalten und hat sich absolut gelohnt. Einen tollen Ausblick auf die Stadt haben wir mitgenommen sowie einen Abstecher zu den wichtigsten Bauwerken im Zentrum, derer manche einer gewissen Unwirklichkeit aufgrund ihrer schieren Größe nicht entbehren.

Die meisten Kirchen können leider ausgerechnet am Sonntag nur sehr eingeschränkt besucht werden, wir entschieden uns für die Franziskanerkirche Santa Croce, die ein guter Startpunkt für unseren Weg sein sollte – fotografisch hat sie das auf jeden Fall auch eingelöst.

Neben den ganzen imposanten Bauten beeindruckte aber auch noch etwas anderes: nach der Palmsonntagsmesse kamen viele Menschen mit Olivenzweigen aus den Kirchen. Olive hat definitiv eine ganz andere Aura als unser heimischer Buchs. Und man sah die Olivenzweige den ganzen Tag – überall hatten die Menschen in der ganzen Stadt sie in der Hand, selbst am Abend trugen manche sie noch mit sich. Ein wenig Verbundenheit in dieser ganz großen Anonymität, eine Erinnerung an die vielen Buchszweige, die ich schon in den Händen hielt, ein kleiner Segensgedanke: gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn.

Unser Hotelier hatte auch einen Zweig an der Rezeption hängen, er sagte aber, der sei vom letzten Jahr. Normalerweise werden die Zweige zu Aschermittwoch verbrannt, er habe aber weder dafür Zeit gehabt, noch sich an diesem Palmsonntag einen neuen zu holen.

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