Category Archives: cand. B.Sc. oec. troph.

Adaption

Ich habe beim Schreiben meiner Bachelor-Arbeit was seltsames beoachtet:

Ich habe in meinem LaTeX-Dokument die vorgegebenen Seiteränder eingestellt, welche recht asymmetrisch sind: oben und unten ungefähr gleich, 1,5 cm, rechts 2 cm und links ganze 4 cm (!!). Als ich das erste Mal kompillierte und mir das PDF betrachtete, dachte ich mir: hm, sieht komisch aus, aber bitte, wird schon seinen Sinn haben. Dann schreib ich und schreib, und kompillierte und kompillierte, bestimmt 487 mal, mindestens. Gegen Ende schaute ich etwas in einer anderen Hausarbeit nach, die ich mit symmetrischen Rändern gesetzt hatte. Und mein erster Gedanke: Wie unsymmetrisch! Nach tausendfachem Betrachten meiner Bachelorarbeit bin ich wirklich der Meinung, ein Rand von links 4 und rechts 2 cm ist absolut symmetrisch. Und ich dachte immer, die Nase sei das Organ, das am besten adaptieren kann, aber da ist meine wahrscheinlich einfach überfordert mit…

Advertisements

Leave a comment

Filed under cand. B.Sc. oec. troph., Life in Gießen

Blumen-Schratiator

Meine Aglasterhausen-Mitbewohnerin hatte heute das dringe Bedürfnis das zu fotografieren, was ich zum Abendessen auf den Küchentisch stellte, quasi als “typisch oecotrophologisches Essen”. Ja ja, die Sache mit den Vorurteilen… vielleicht aber auch eher ein typisches Studentenessen, denn als ich heute feststellte, dass ich vergessen hatte, mir Gebäck zum Abendbrot zu kaufen, musste ich an die Dauer-Spezial-Menues meines ehemaligen KHG-Mitbewohners denken…

Food

Was ich aber nicht verschweigen brauche ist, dass ich kein Botaniker bin. Ich habe bis jetzt jede Pflanze um die Ecke gekriegt, zu Zeit versuche ich, einen Basilikum am Leben zu halten. Am Wochenende habe ich ihn natürlich gleich mal vergessen zu gießen (war ja in Gießen, haha…), aber hab ihn dann wieder Sonntag Abend hoch gepäppelt und jetzt hält er sich recht gut – auch wenn er im Todestopf meines letzten Pflanze (die sukkulente, die einfach abfaulte) wohnt.

 

Leave a comment

Filed under cand. B.Sc. oec. troph., Schrat im Schratiland

Tele-Care

Zunächst ein kleiner Happen Bildung für euch – heute: Tele-Care

Unter Tele-Care versteht man Methoden und System zur “remote”, also quasi ferngesteuerten Pflege, Hilfe und Assistenz von älteren Menschen und solchen, die auf Hilfe angewiesen sind. Dieses reaktive Konzept soll Menschen erlauben, auch mit besonderen Bedürfnissen (z.B. Demenz) in ihrem zuhause wohnen zu bleiben, indem beispielsweise mit Sensoren gearbeitet wird, aber der Phantasie sind beim Vernetzen technischer Systeme eigentlich keine Grenzen gesetzt.
Ich finde dieses Konzept fast schon ein wenig gruselig, aber angesichts der Tatsache, dass Pflegekräfte demographisch bedingt immer knapper werden, kann man die Diskussion um Pflegeroboter und elektronische Überwachungssysteme nicht gänzlich unter den Teppich kehren.

Als ich Sonntag Abend nach Hause gekommen bin, habe ich mir erstmal in der ZDF-Mediathek die Zusammenfassung des Tour-Tages angeschaut. Radsport ist zwar zum Zuschauen der langweiligste der Welt, aber die Tour de France hat doch irgendetwas Faszinierendes, wie ich finde. Auch wenn man ja ein Stück weit nur darauf wartet, dass der nächste Doping-Skandal aufgedeckt wird und letztlich doch alle Fahrer, die zuvor ihre Sauberkeit betont haben und eigentlich ganz sympathisch auftraten, in die Affären verwickelt zu sein scheinen.
Als der fünfminütige Clip vorbei war, klickte ich in der mir gezeigten Auswahl wietere Videos wahllos auf den längsten Beitrag, eine Dokumentation von 43 Minuten, denn ich musste noch auspacken und bügeln und wollte, dass jemand zu mir spricht. Aber interessiert hat mich das alles nicht wirklich, deshalb war ich auch nicht so traurig, dass bald mein Telefon klingelte, ich den Ton abstellte und der Bildschirmschoner anging. Ca. 20 Minuten später – ich telefonierte immer noch und hatte die Doku schon längst vergessen – berühte ich versehentlich meine Maus, der Bildschirm ging an und ich sah auf 19″ eine meiner Professorinnen zu mir sprechen, erschrak etwas und schaute mir die Doku dann doch noch mal von vorne an. Kommentar einer Kommilitonin: Tja, Tele-Care würde ich mal sagen…

2 Comments

Filed under cand. B.Sc. oec. troph., curioso, Life in Gießen

Verwandt- und Wissenschaft

Ich habe dieses Semester am vorklausurlichen Wochenende mal eine andere Strategie gewählt – ich bin weggefahren, zu meiner Cousine nach Tübingen, um dieses “Wir-sehen-uns-eigentlich-immer-nur-bei-Geburtstagen-und-Hochzeiten” nun endlich mal zu durchbrechen. Wie durch ein Wunder habe ich sogar meinen Rechner zuhause gelassen und habe mir lediglich ein paar Skripte mitgenommen.

Aber so ganz konnte ich mir der Thematik dann doch nicht entziehen (aber das wollte ich ja auch gar nicht), denn Rottenburg (da wo Lissy wohnt) habe ich erstmal als nettes Örtchen mit Bischofssitz, Seminar, Apotheken, Frisörsalons und Altenheimen (ich nehme an in jeglichen Formen) kennen gelernt. Und in Tübingen kehrten wir zunächst für ein Stück “Rehrücken” (jaja!) im “Hirsch” ein.

Hirsch - Begegnungsstätte für Ältere

Nachdem ich mich von Lissys Kochkünsten verzaubern lassen durfte (ich glaube den einen Nachtisch gibts demnächst in der KHG-Mensa), bin ich mit in die Abschlusssitzung eines Seminars zur Sprachwissenschaft (wohl auf französischem Hintergrund). Und da möchte ich mich doch durchaus mal kritisch zu diesem einführenden Seminar einer man möchte gar sagen nicht-hessischen (um alte Konflikte aus den harten Grenzzeiten wieder aufflammen zu lassen..) Universität äußern. Die ganze Zeit war damit gefüllt, Inventare der Sprache “Nirwanesisch” aufzustellen, eine Übung für das unausweichliche Szenario eines Lehramtskandidaten, sich im nirvanischen Dschungel wiederzufinden, alle Wörter der von den Einheimischen gesprochenen Sprache zu transkribieren, und den Häuptling anschließend (natürlich in fließendem Nirvanesisch) zu fragen, ob die Laute i und y die Bedeutung des Minimalbeispiels verändern. Wahrscheinlich würde man anschließend mit der nirwanesischen Machete durch den Dschungel gejagt… Aber da reicht wohl mein Verständnis für Morphome (das Wort finde ich widerum klasse! :P) und Phenole (ah nein, das war was anderes..) einfach nicht aus.
Während ich dann so in meinen Wok-Unterlagen blätterte, freute ich mich darüber, dass ich etwas studiere, dass mit “Life Science” beworben wird.

Bon… abends ging es dann noch in die Stiftskirche zu einer “Motette”, quasi einem Konzert des Südwestdeutschen Kammerchores, mit einem bezaubernden Stück von Eric Whitacre (“Lux aurumque”) und Kyries und Nunc dimittise (hallo Plural??) von Pärt, Schütz und de Prez.

Tischgebete Toaster

Beim Essen (also oft) kam ein kurioses Gerät zum Einsatz, der sog. Tischgebete-Toaster. Das bräuchten wir auch für die KHG-Mensa, damit wir nicht immer nach Guntram rufen müssen, wenn er mal wieder zu spät zum Essen kommt.
Abschluss fand der BW-Trip dann in einer kalten Tomatensuppe (yummy) und ostdeutschem Schokoladengebäck, sowie einer kurzen Visite bei Alex dem Großen in Stuttgart.

PS: Das Bild des “Hier kotzte Goethe”-Schilds ist leider nix geworden. Aber ich wusste gar nicht, dass Goehte in Tübingen war! Aber sowas verdrängt man ja auch, wenn man die Stadt sofort mit Claus Kleber assoziiert..

1 Comment

Filed under cand. B.Sc. oec. troph., En route

Stud.NOW

Nicht nur Studenten werden hin und wieder von der universitären Verwaltungsmacht niedergestreckt – Prüfungsanmeldungen, Stundenpläne und Studiengangwechsel bieten breite Profilierungsmöglichkeiten für den versierten Hochschüler, der sich auch im Zeitalter der Anglizismen und Elektro-Briefe durch den bürokratischen Dschungel kämpft. Doch auch die Lehrenden scheinen hin und wieder von den verschiedenen, untereinander womöglich auch noch inkompatiblen Systemen derangiert. Die Klärung besonders schwieriger Sachverhalte wird da schon mal auf die Online-Plattformen geschoben: Das machen Sie dann in dem Stud.Now da…

Stud.NOW

Leave a comment

Filed under cand. B.Sc. oec. troph.

Shopping-Fieber

Ich habe dieses Semester eine sehr spannende, aber anstrengende Vorlesung. Anstrengend, weil ich ständig gegen unpassende hochkommende Emotionen kämpfen muss: Shopping-Laune. So wie in BWL letztes Semester, Teil Marketing. Es geht um Konusm, die Psychologie des Shoppings, Kaufrausche (oder -räusche??) und zielgruppenspezifische Werbung. Und da sitze ich dann immer und denke mir – du würdest jetzt eigentlich am liebsten Shoppen gehen… letztes Semester ist nach BWL wenigstens eine Stereoanlage rausgesprungen.
Da ich es immer geschafft habe, die Innenstadt auf dem Heimweg zu umfahren, habe ich mich eines Tages  ins Online-Shopping gestürzt. Eine neue Festplatte, dazu eine Box für die Alte, ein Koaxkabel, eine Taschenlampe, ein Copula (nein, das hat mit Liturgie ausnahmsweise mal nix zu tun!). Nachdem ich begeistert diverse Online-Shops durchstöbert und meine Bestellung schließlich aufgegeben hatte, begann dann natürlich das, weshalb man das eigentlich nicht tun sollte – die lange quälende Zeit, bis das Paket kommt. Heute war es dann endlich soweit. Und in der Vorlesung wurde mir der weitere Verlauf des Kaufrausches ja schon skiziert: Das Paket wird geöffnet, die Sachen rausgeholt und angeguckt. Klein, so ne Festplatte heutzutage. Die Icy Box wollte ich eigentlich aus Alu haben, die ist aus Plastik. Alles wird fein säuberlich in einer Schublade des Schreibtischs verstaut und das Leben geht ganz normal weiter…

Nein, ihr braucht euch keine Sorgen zu machen – die Festplatte wurde wenige Stunden später dann auch wieder aus der Schublade geholt und formatiert, um sie für den Start mit dem Windows 7 RC fit zu machen. Und morgen geh ich wieder in die Vorlesung. Und vielleicht gibt’s ja ein Päckchen, wenn ich heimkomme…

2 Comments

Filed under cand. B.Sc. oec. troph., Life in Gießen

Strong as Steel: Day and Night Home Fitness

Bäh, ich will nicht mehr. Ich blogge jetzt, weil ich das Schriftbild meiner Bacherlorarbeitsquellen nicht mehr sehen kann und die Inhalte sich immer mehr zu einem großen Qualitätswust verdichten. Ich bin ein bisschen genervt, dass sie wirklich alle bei dem einen abgeschrieben haben und ich jetzt auch noch irgendwie was daraus abschreiben soll…

Deshalb bin ich gerade aufgestanden und habe – wie ich es oft tue, wenn ich Ablenkungen suche – aus dem Fenster geguckt. Der Hof ist vollgeparkt, und dann kam gerade das große rote Auto angefahren (ein Opel – jaja, die Sache mit Rüsselsheim und der Kirchensteuer…), dem ich beim Einparken zugeguckt habe. Dann bin ich mal durchs Haus sparziert, in die Küche gelaufen, um… tja, was habe ich wohl in der Küche gemacht?!

Nein, das habe ich nicht in der Küche gemacht! Ich habe mein Geschirr geholt und bin wieder in mein Zimmer sparziert, um zu bloggen. Aber da lassen sich ja ganz neue Felder für die Kooperation von Ökotrophologen und Sportwissenschaftlern schaffen, schließlich muss eine Backofentür dann ja auch so konstruiert sein, dass sich der Widerstand beim öffnen individuell einstellen lässt. Kühlschranktüren könnten an den BMI gekoppelt werden und sich nur bei ausreichendem Training öffnen…mh…

2 Comments

Filed under cand. B.Sc. oec. troph., Catholic Dungeon, Food watch, SkrattiTube, Web Crawler