Category Archives: Juhu, Germany!

The Evil Food Cunundrum

Aus aktuellem Anlass (Poland!) möchte ich heute die Fehlbarkeit Dr. Dr. Sheldon Coopers darlegen, was meine Sympathie für diesen Charakter natürlich in keiner Weise schmälert, sondern lediglich aufzeigt, dass die Autoren von “The Big Bang Theory” irgendwas auf dem History Channel falsch aufgeschnappt haben.

In der Folge “The Pancake Batter Anomaly” wird Sheldon von einer Grippe befallen, die ihn völlig handlungsunfähig macht. Auf die Frage, ob er nicht schon mal krank gewesen sein, erzählt er von einem Vorfall in Deutschland:

Sheldon: When I was fifteen, and spending the summer at the Heidelberg Institute in Germany.

Penny: Studying abroad?

Sheldon: No, visiting professor. Anyway, the local cuisine was a little more sausage-based than I’m used to, and the result was an internal blitzkrieg with my lower intestine playing the part of Czechoslovakia.

In unserem Geschichtsunterricht lehrte man noch, dass der Begriff “Blitzkrieg” vor allem durch den Polenfeldzug 1939 geprägt wurde. Das Sudetenland hingegen wurde 1938 annexiert, der Rest der Tschecheslowakei dann später besetzt, aber nicht mit einer Strategie, die es würdig wäre, in die englische Sprache aufgenommen zu werden. Damit habe ich zumindest mein Abitur bekommen. Die beiden Doktor-Titel fehlen natürlich noch.

Dass mir das alles zunächst gar nicht selbst aufgefallen ist, liegt daran, dass ich Sheldon einfach nicht verstanden habe, als er Blitzkrieg sagte. Aber was haben wir in der Folge noch für Vokabeln gelernt? Enema. Darmspülung.

Und weil’s so schön ist – noch ein Sheldon-Zitat:

Leonard: Sheldon, relax, she doesn’t have any symptoms, I’m sure she’s not contagious.

Sheldon: Oh please, if influenza was only contagious after symptoms appear it would have died out thousands of years ago. Somewhere between tool using and cave painting, homo habilis would have figured out to kill the guy with the runny nose.

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Aldi macht gleich zu

Heute gab es Kinder-Klamotten bei Aldi. Ich zitiere eine Freundin:

“Ich war heute um 8 Uhr bei Aldi, da habe ich schon  fast keinen Parkplatz mehr bekommen. Also echt, sowas habe seit der Wende nicht mehr erlebt!”

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Schlaaaaand!!!

Deutschland gewinnt 4:1 gegen England, das sind ja fast schon feminine Verhältnisse – letztes Jahr haben wir die Engländerinnen im EM-Finale 6:2 abgezogen.
Ich finde es immer wieder faszinierend, wie sehr so eine Weltmeisterschaft die Menschen begeistern kann. Vor vier Jahren habe ich schon ziemlich drunter gelitten, dass nicht miterleben zu können, da war es schon eine absolute Besonderheit, dass wir bei den Schwestern ein paar Spiele live sehen durften. Und jetzt das – Menschen, die sich einfach auf die Straße setzen, und alle halten das für normal. Also den Umständen entsprechend.

In Anbetracht dessen klingt sie doch schon wieder, die Frage – Fußball, was ist das? Fußball kann eine Muskelzerrung sein, ein Sport, eine Herausforderung, aber jetzt, wenn ich mir das hier so anschauen, ist es vor allem eins: Emotion.

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Ausgleich!

Die ARD unterbrach die Olympia-Übertragung gerade für die Tagesthemen, heute zum Themenkomplex “Fahrfehler”. Nach der Irrwegen der Berliner S-Bahn und den Unwegbarkeiten der schwarz-gelben Koalition kam schließlich Frau Käßmann dran, deren Falles Fakten ja klar sind. Um einige Stimmungen einzubringen und die ganze Bandbreite der Reaktionen aufzuzeigen, wurden einige Kommentare der protestantischen Grauhelmbrigade eingespielt:

  • “Sie muss irgendwo gesessen haben und die Gläser Weingetrunken haben, aber was waren das für Menschen, die da bei ihr waren, die sie da in das Auto haben einsteigen lassen?”
  • “Naja, sie tut mir ja schon ein bisschen leid…”
  • “Jesus sagte: Wer von euch ohne Sünde ist…”

Ja, der Klassiker war natürlich auch dabei. Und wer kam auch noch zu Wort? Der stellvertretende Vorsitzende der EKD-Synode, eine Personalie, die uns alle überraschte: Günther “George W.” Beckstein. Wer hätte das gedacht?
Nach dem Beitrag wurde dann übergeleitet zu den Straftaten in der Katholischen Kirche – in der Runde hier in Mandarin 15 fiel spontan der Kommentar “Jaaa! Es steht 1:1”.

(NB! Ich möchte hier keine Äpfel mit Birnen gleichstellen!)

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Nationalfeiertag ohne Aussatz

Am Samstag habe ich den Tag der Deutschen Einheit mit Stefan begangen. Es gab Wortgottesdienst in Annerod und wir hatten geplant, ein bisschen Musik zusammen zu machen, auch wenn nur eine Hand voll Menschen zu erwarten war. Zwar ist zum Tag der Deutschen Einheit noch kein Aussatz vorgesehen, aber ich konnte Stefan dann doch überreden, am Einheitstag auch die Trennung von Staat und Kirche für einen Moment aufzuheben und ein Medley aus dem Deutschlandlied und dem in einigen Zügen doch ähnliche klingenden Tantum ergo zum Einzug zu spielen. Er probierte es vorher aus, da kam gerade die Solistin für das Ave Maria die Treppe hochgekrochen. Eine ältere Dame, schwer keuchend, ich konnte ja nicht ahnen, dass sie singen sollte, sie konnte sich ja kaum auf den Beinen halten. Als Stefan fertig gespielt hatte, sagte sie zu ihm: “Sie sind aber ein Schlingel! Deutschland, Deutschland über alles…” Stefan entgegnete, dass man an der Orgel halt nicht hört, dass es nur die dritte Strophe ist, aber das verstand sie irgendwie nicht.
Die beiden spielten dann das Ave Maria durch, und guck an, die gebrechliche Frau mit dem super kitschigen lila Pulli, auf dem “My cat is my best friend” stand, hat ordentlich Bums! Bei Singen höre ich zum ersten Mal ihren starken amerikanischen Akzent und finde somit eine Erklärung für den Pulli. Stefan erzählt mir hinterher, sie sei Anfang der Neunziger wohl eine der Stars am hießigen Stadttheater gewesen. Gut, das könnte hinkommen. Und sie käme jede Woche in den Gottesdienst und man höre sie manchmal singen, sogar von oben. Den regelmäßigen Gottesdienstbesuch nehme ich ihr jedoch nicht sofort ab, denn als ich hier zum Friendsgruß die Hand entgegen strecke, schau sie mich verwirrt an, gibt mir die Hand und sagt “hello”. Dann kommt Stefan und bekommt ein amerikanisch untermaltes “Guten Abend”. Naja, es nimmt ja jeder so seine Dinge aus dem Gottesdienst mit, auch wenn er ihn schon jahrelang regelmäßig besucht.

Damit ich mich dann aber wieder endgültig in Gießen angekommen fühlte, gab es zum Empfang in der Nacht noch eine Geburtstagsfeier im Keller, die mich so gegen vier Uhr dann auch noch mal weckte. Und ich wünschte mich gleich wieder den schönen Odenwald zurück… es ist und bleibt the Catholic dungeon…

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Filed under Catholic Dungeon, Et unam sanctam catholicam..., Juhu, Germany!

Allzeit hochträchtig

Am Dienstag Abend habe ich mal wieder einen kleinen Ausflug in das wunderschönes Heidelberg gemacht. Vor zwei Wochen habe ich einen ganzen Sonntag da verbracht, habe mich in ein Free-WLAN-Café gesetzt, war im Museum, bin aufs Schloss sparziert und habe ein bisschen fotografiert. Schoppen war ja nicht, auch wenn der Gummibärchenladen auf hatte.

Diese Woche habe ich mich mit Froggy getroffen und als ich abends wieder zurück zu meinem kostenlosen Stammparkplatz am Altstadtrand gelaufen bin, beobachtete ich eine nette Szene. Ich lief an einem Käthe-Wohlfahrt-Geschäft vorbei, ein Ort, an dem die wunderschön Prächtige tatsächlich allzeit hochträchtig ist. Davor hatte ein junger Asiate sein Stativ aufgebaut und verbrachten Minuten damit (ich weiß ja, dass sowas länger dauern kann), das funkelnde Schaufenster bei Nacht zu fotografieren. Ich erinnerte mich an ein Geschäft für Chinese-Christmas-Kitsch, das ich im März in den USA fotografiert hatte. Ob der der Asiate zuhause dann auch erzählt, dass die Deutschen doch alle verrückt sind?

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Filed under En route, Juhu, Germany!, Schrat im Schratiland

Ready for 2011!

Europameister

Am Donnerstag beendete ich die Besprechung meiner Bacherlor-Prüfung mit den Worten “na dann muss Deutschland heute Abend nur noch Fußballeuropameister werden!” – und sie haben es natürlich geschafft! Von der Uni gings direkt zu einem grandiosen Finale, dass die deutschen Mädels 6:2 gegen England gewannen. Gefesselt vom Spiel haben wir mal wieder 1000 Gründe gefunden, warum Frauenfußball besser ist, als Männerfußball:

  • die Frauen sind intelligenter! Außerdem können sie nicht zwangsweise vom Kicken leben
  • bei den Frauen fallen mehr Tore – hallo, ein Männer-Finale mit 6:2??
  • die Frauen sind viel erfolgreicher – sieben mal Europameister, das fünfte mal in Folge! Und dabei haben die Tunire erst viel später angefangen, weil man ja früher glaube, Fußball spielende Frauen diskriminieren zu müssen.
  • die Frauen haben schönere Trikots
  • Frauenfußball ist einfach viel ästhetischer und schöner!
  • die Frauen sind einfach viel schöner und hübscher und attraktiver!

Zur Männer-EM letztes Jahr (man erinnere sich an die fünf Trauerspiele…) habe ich ein Damen-Trikot erstanden und sagte, das sei ja eine Investition in die Zukunft – Peking, Finnland, Deutschland – da sieht man mal wieder, auf die Ladies ist doch verlass!

Wir haben dann spontan beschlossen, die Mädels am Freitag in Frankfurt in Empfang zu nehmen und haben auf dem Römer Deutschlands neue Heldinnen gefeiert. Die teilweise etwas rauen Stimmen taten der Party keinen Abbruch und es war einfach nur genial!!

 Europameister

Jetzt wird der Blick natürlich vollkommen auf 2011 gerichtet, die WM im eigenen Land – da wird sich dann keiner mehr dem Zauber der Ladies entziehen können!

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Filed under Juhu, Germany!, Ladies 2011, Life in Gießen