Category Archives: Life in Gießen

Mein Buchladen


Bei meinem vorletzten Umzug war dieser kleine Buchladen mein Nachbar geworden. Die beiden Jungs, die den Laden führen, genossen ab und zu eine Pause an der frischen Luft, man grüßte sich freundlich und schon bald fand ich heraus, dass der Besuch des Ladeninneren noch viel mehr als bloße Freundlichkeiten bereit hielt – mal einen Buchtipp, mal einen Kaffee, mal ein Plausch über dies und das, eine liebevolle Einrichtung und eine schöne Atmosphäre – dazu tüdelt aus den hinteren Büros ein wenig Wiener Walzer und vorne wird beinahe jeder Kunde mit Namen begrüßt. Online-Bestellungen in den bekannten Etablissements wurden schnell überflüssig, und am liebsten hätte ich mir auch die Bücher, die ich für mich selbst kaufte, als Geschenk verpacken lassen, denn das Geschenkepacken wird dort mit liebevoller Kunst betrieben.

Als ich erzählte, dass ich die Stadt nun verlassen würde bekam ich ein Buch über George Sand in die Hand gedrückt, sie sei doch eine unserer Vorkämpferinnen gewesen. Mein betretenes Gefühl über meine Bildungslücke verging bald in Dankbarkeit über die herzliche Aufmerksamkeit mit dem berührenden Ihr-Wir-Unterton.

Seit ich nun nicht mehr regelmäßig am Buchladen vorbeilaufe, bestelle ich wieder online – auf uptodate-giessen.de und gehe die Bücher in einer Mittagspause abholen, um ein wenig der besonderen Atmosphäre des Ladens zu genießen – dafür heute ein Eintrag in das Gratitude-Journal.

 

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Undigestable

Anti-Trump poop. Who fed their dog with American cookies?

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Zum ersten…zum zweiten…zum vierten!

In diesem Jahr habe ich zum ersten Mal an einer echten Versteigerung teilgenommen und beteiligte mich dabei, durch den Verkauf von herren- und damenlosen Fahrrädern Geld in die verschuldete Stadtkasse zu spülen. Verantwortungsbewusst leistete ich von allen den größten Beitrag und bin seither stolze Besitzerin eines Cube Analog – ein Fahrgefühl, das ich vermisst habe, seit ich vor eingen Jahren mein Mountainbike verkaufte und mich für ein Cross-Rad entschied. Fazit: Ein Fahrrad reicht einfach nicht aus. Zwei auch nicht. Drei sind schon ganz okay. Vier sind aber auch nicht schlimm.

Cube Analog, Foto digital, die perfekte Mischung

Cube Analog, Foto digital, die perfekte Mischung

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Memory zum Abstillen

Nach der Homo-Kini-Frage und den gepixelten Brüsten kämen wir heute zu einer wirklich diskussionswürdigen Sachlage und einem weiteren Fall deplatzierter Brust-Präsentation: Der Gießener Spielwarenhändler mit Tradition bietet zwischen Krimis auf kindgerechter Augenhöhe ein Busen-Memory an. Was bitte soll das?!?

Im Gießener Traditions-"Spielwaren"Handel

Im Gießener Traditions-“Spielwaren”-Handel Foto: anonym

Meine anonyme Bildquelle sprach nach dieser Entdeckung die Verkäuferin an („ist doch nicht so schlimm“) und gab ihren Einkauf zurück. Einige Zeit später war die »Recht-Brust-sucht-linke-Brust«-Box aus dem vordergründigen Sortiment verschwunden – damit aber nicht die Frage, was diese Gesellschaft ihren Kindern über den respektvollen Umgang mit Menschen und ihrem Körper beibringen möchte. Bei »Fuhr« wird man keine Antwort suchen müssen.

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Dieser kleine Frühling…

Mehr als eine Jahreszeit
Ein Gefühl, ein Erlebnis
Wenn es nach Frühling riecht

Rainbow Flower

Es riecht nach Aufbrechen
Neu entdecken
Sich trauen
Frei sein
Kind sein
Alles anders machen

Es riecht nach Leben, das neu beginnt

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Prothetic gardening

After a while, something seems wrong…

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Krieg, wie früher

Am Wochenende wurde ich Zeuge einer kuriosen Szenerie auf dem Schiffenberg. Ich fuhr mit dem Fahrrad an einer Wiese vorbei, auf der sich Menschen eine Schlacht lieferten, wie früher im Krieg, also ganz früher.

Was ich da beobachtete war wohl eine Trainingseinheit in der Disziplin “Reenactment Combat Fighting”, aber vielleicht sollte man das irgendwo auf ein Schild schreiben und daneben stellen. Ich prügel mich in meiner Freizeit ja auch hin und wieder, aber warum man das mit Eisenhelm auf dem Kopf macht, erschließt sich mir nicht so ganz. Da bleibe ich doch bei meinem weißen Kimono mit buntem Gürtel..

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Curiosity collection

The other day I had a look on the picture folder on my mobile phone and I discovered a little collection of things that I had captured to post here, but somehow they never made it. So I present my collection of curiosities now all at once.

"Antiquities Fresh"

My mother's mousepad. I think it first appeared on my brother's desk many years ago.

This I found on a Swiss toilet. It says "The cheapest, most effective and environment-saving air conditioning? Very simple: A match!"

A friend was moving to a new apartment, this we found on top of the fridge.

Extraordinary friends bring extraordinary birthday cakes.

Nap in the park.

The only way to attrackt men to house work seems via appealing to very 'manly' interests.

This woman on the other hand looks a bit over-exited to be credible.

Gallery of Miele build-in automated coffee machines. One day...

"Who smokes also likes good food". Strange assumption.

This was public viewing of the Fifa Women's World Cup. But why they put the washing machines there?

From far away, this looked like an advertisement for the new Wii Washing Machine. I was puzzled for a second.

And this is how the bike stands of elementary schools look like nowadays. Was different when I went to school.

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Thank you for staying with Rhön-Klinkum AG

Das heutige Abendessen hat meine Ökotrophologen-Seele schwer getroffen. Zwar hatte es mich schon etwas gewundert, dass ich seit meiner Aufnahme in diesem Krankenhaus vor drei Tagen zu dem generell nicht gerade glutamatarmen Essen noch kein Stück Obst oder Gemüse gesehen hatte, von den beiden Portiönchen “Salat” mal abgesehen, aber bei diesem Abendessen kann ich nur hoffen, dass ich versehentlich irgendein Diät-Tablett erwischt habt:
– zwei gekühlte Scheiben trockenes Weißbrot
– 20 g Butter
– eine Portion Schmelzkäse
– ein Schälchen geschmackloser Griesbrei.

Die UKGM-Homepage spricht übrigens von “reicher Auswahl verschiedener Speisen zu jeder Mahlzeit“.

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Thank you, EMSOC!!

I can imagine at some desks across Europe there are similar scenes today and tomorrow: EMSOC musicians returning home, switching on their computers, and looking for the others on Facebook, hoping to see each other again next year in Croatia.

The European Medical (and some other) Students’ Orchestra and Choir

We played our last concert in Giessen yesterday evening, last time Mahler, last time Brahms. I think there were some almost wet eyes when the people rose from their seats to give credit not only for this wonderful concert but also the magic that was behind it, the committment each and every one did. There was a bunch of wonderful people and in fact, it would have taken another week to get to know all of them.

Our beloved maestro and chorus master

But I am grateful for the week we could spend together! We laughed about German-English language confusion like “second violence, please play in bar 156….” or “so after sex (18h), get dressed and come to church”, we mocked the orchestra tuning with our throat-relaxing brrrrrr excercise, we found out that some clichés are just true (not everyone would point out that Norway can be seen as an extension of the Appalache mountains, from a plate tectonic point of view), we worked hard on pronouncing German correctly (Preisund must be right next to Strahlsund), we enjoyed (!) lunches in the canteeen….

Great thanks goes out to the organization team!

So, whenever you count to nine, turn on the Pavarotti mode, when you hear of violence, think of strings, when you climb stairs, remember the Cologne Cathedral, when you wonder about your next holidays, book a flight to Croatia for EMSOC 2012. Thanks for a touching week!

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