Category Archives: Queer

More than a kiss

The other day I went to visit friends, a lovely couple, they made coffee and teased each other. Ultimately, one gave in and she gave her a tender smile and a kiss.

That was a lovely scene. It made me think of the first time I ever saw two women kiss, about one and a half decades ago, on TV. It had thrilled me to see that lesbians might really exist.

The scene at my friends’ touched me, for it let me feel that I am not alone having a – the, of course – world’s most wonderful women in my life. There’s more of us and we are wonderful.

Sadly, we are pretty much missed out in all these romantic Christmas movies. We definitely deserve one.

Anyway – a Merry Christmas to all you queer and gay and straight and whatever people!

Glitter and gay – wishing you loads of tender smiles and a merry Christmas!

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Homokini-Debatte

»Da wird über ein Burkini-Verbot gestritten, aber schwul sein ist okay oder was?!«

So oder so ähnlich zitierte eine Freundin verständnislos einen Landsmann aus dem Osten Europas. Eine Frage, die keiner Diskussion bedarf, aber die doch schwer an meiner Weltordnung rüttelte.

Auch wenn klar sein sollte, was mir nahe liegt und was fern, wünsche ich mir, dass keinem Menschen die Kleider vom Leib gerissen oder Besuche am Strand verboten werden – genauso wenig wie aufgezwungene Verhüllungen. Andererseits wünsche ich mir auch, dass noch ein bisschen Stoff übrig bleibt für die Frauen auf den FKK-Party-Plakaten, die der Welt ihre nur mit Pixeln bekleideten Brüste aufzwingen. Ich wünsche mir in Freiheit Leben und Lieben zu können, als Frau, als religiöser Mensch, als Homo, dem Gegenteil und/oder einer Kombination daraus.

Und ich wünsche mir, dass Menschen nicht den Plakaten glauben, auf denen steht, die Homo-Ehe schade der nationalen Fruchtbarkeitsrate. Die wird nämlich weitaus schwerwiegender durch all diese Hetero-Partnerschaften beeinflusst, die von mir die gleiche Akzeptanz erwarten wie ich von ihnen, seien sie aus dem Osten Europas oder sonst wo her.

20160909-sos

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»Homo« ist doch wie »vegan«

Es ist ein später Spätsommertag, an dem die Sonne in die Dresdner Altstadt strahlt. Sie hat sich mit ausreichend Kraft in den November geschleppt, um draußen zu frühstücken, inmitten all des historischen Kitsches, wie der vorbeiziehenden Kutschen, die uns bereits seit zwei Tagen das Wochenende versüßen. Am Nachbartisch sitzen vier junge Männer, angeregt in ein Gespräch vertieft.
Während wir Kaffee schlürfen,  Schokocroissants knabbern und uns verträumt-verliebt anschauen, hören wir einen der vier am Nachbartisch sagen

»Homo ist doch wie vegan, das Wort wird viel zu oft benutzt!«

Das unerwartete Postulat lässt uns unseren Kaffee über den Frühstücksteller prusten und vor Lachen das Croissant aus der Hand fallen. Der Mann schaut grinst uns an,  »is doch so!«, wir grinsend bestätigend zurück.

Die vier diskutieren noch weiter über’s Homo-Sein, während wir beide uns wieder unserem Verliebt-Sein widmen und uns in der Spätsommerkulisse sonnen. Nach einiger Zeit stehen die Männer auf, bezahlen und bevor sie gehen, kommt »homo-vegan« zu uns rüber und sagt »Danke«. Danke für unser süßes Verliebt-Sein, mit Streicheln, Lächeln und Küsschen. Er habe zwei Frauen lange nicht so gesehen, die meisten Frauen, die er an diesem Wochenende getroffen habe, gingen zu einem romantischen Kitschwochenende wohl Holzhacken.
Unser Frühstück hatte ihn sichtlich gerührt. Und seine Freude und Offenheit uns. Danke.

Frauenkirche

 

 

 

 

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»My cousin’s also a heterosexual, but she’s really nice!«

Coming out has come to be a part of my life. Being a vegetarian, a survivor, a lovely nerd, and a lesbian there are many opportunities to come out.

When I told a dear friend of mine that I had a crush on a girl, he invited me on a  tour to the »gay sights« of the city and he gave me a little gift: a package of tissues in rainbow colors. Being slightly ashamed of so much rainbow presence, I dug it deeply in a box. That was ten years ago.

Last week, I was looking for a pride accessory to wear for a sports event. I found that package of tissues which had waited to be taken out of that box for about ten years. And I realized what my friend had said to me: You’re great being gay!

Over the years I met a lot of people who gave me to understand that they were fine with me being gay. That they still liked me.

Honestly: I wish to be loved for what I am. Not despite of what I am.

The more precious encouters are those with people who say – I like you exactly for being gay, for being everything that makes you the person you are. Those, who encourage to discover and to live all the colors that are placed within one’s self.

After all – many of my best friends are straight. And that’s part of what makes them such loveable persons.

Stop homophobia

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