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Hang Loose Food

(English speaking vegetarians travelling to Huanchaco see below)

Es ist gar nicht so leicht, sich in Peru als Vegetarier durchzuschlagen, selbst in einem touristischen Surfer Hot Spot wie Huanchaco. Zumal vegetarisch in unserem Sinne ja auch ohne Hühnchen bedeutet, was den ungläubigen Blicken zufolge nicht überall auf der Welt eine Selbstverständlichkeit zu sein scheint.
Eine Zeit lang haben wir uns mit Omelette oder etwas lieblos zusammengestellten Beilagentellern begnügt, bis wir uns schließlich auf die Suche nach auf westliche Essegewohnheiten spezialisierte Restaurants gemacht haben. Eine vielversprechende Aufschrift »Vegan organic food« vor einem Restaurant an der Strandpromenade entpuppte sich leider als Lügen-Schild.

Durch unsere mit viel Insider-Wissen ausgestattete Begleitung durften wir dann schließlich Miguel kennen lernen. Miguel ist der Koch eines kleinen, urigen Cafés in einer der Straßen in zweiter Reihe, in dem zugleich – oder auch primär – ein Hostel und eine Surfschule untergebracht sind, das Un Lugar Café. Sitzen kann man nur draußen in einem gemütlichen, dem Dschungel nachempfundenen Innenhof. An der einen Seite aufgereihte Surf-Bretter, gegenüber ein Käfig mit zwei Bilderbuch-Papageien. Die Sonne wird durch Netze und Holzkonstruktionen gedämpft, Sofas, Bänke, Tische mit Ambiente versprühen haufenweise ein Hang-Loose-Feeling, dem man sich nur schwer entziehen kann. Neben einem Sofa-Arrangement befindet sich die Küche, vom Rest des Hofes durch eine Theke getrennt. Ob Miguels Reich durch eine solide Dach-Konstruktion bedeckt ist, kann ich gar nicht mehr so genau sagen.

Best cook in town in his kitchen

Die Küche des Un Lugar Surf Camps bietet – für Peru sehr typisch – »Menü« an, d.h. das Tagesgericht, dazu eine Vorspeise (oftmals Suppe) und ein Getränk (oftmals extrem süß). Das Ganze für 7 Soles, umgerechnet ca. 1,75 €. Mehr als das steht nicht auf der Karte, dafür bietet eine Kühltheke noch eine exquisite Auswahl an Torten und Küchlein.
Wir bekamen schließlich auf vorsichtige Nachfrage ein vegetarisches Menü kreiert: Salat statt Suppe (frisch angemachtes Dressing gibt’s in einem Becher dazu gestellt) und eine super leckere Gemüse-Pfanne mit Reis. Zum Nachtisch haben wir uns dann noch ein bisschen Apfeltarte gegönnt. Insgesamt ein Gaumenschmaus in vegetarisch, vegan und glutenfrei – jedoch ohne, dass dies auf einschlägigen Websites als solches beworben würde.

Wer ein paar Tage durch Huanchaco streift, sollte sich einen Mittag im kleinen Un Lugar Paradies auf keinen Fall entgehen lassen (abends leider geschlossen, soweit wir das mit den Öffnungszeiten verstanden haben)!

The best place to have lunch in Huanchaco definitely is the »Un Lugar Café/Surf Camp«. An unsuspicious door in the middle of Jiron Francisco Bolognesi is the entrance to a little hang loose paradise with surfboards, parrots, wooden constructions and smooth shade – a little courtyard where food and drinks are served. Kitchen chef Miguel cooks the menu of the day, and if you ask nicely, you will get the most delicious vegetarian food in town (plus gorgeous chocolate cakes). The guys working there are very kind, and they speak some English (which was very helpful). Highly recommend for a relaxed lunch and afternoon in Huanchaco!

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Filed under En route, Peru

Äquatortaufe

CDG-LIM

Das Internet macht es uns heute leicht, Bilder und Nachrichten aus jedem Winkel der Welt auf unser Smartphone zu holen. Wir können bequem auf dem Sofa mit dem anderen Ende der Welt videotelefonieren, die Entfernung spielt keine Rolle, höchstens die Qualität der Internetverbindung.

Wir haben gelernt die Welt zu vermessen und zu berechnen, aber ich zweifel daran, dass wir wirklich die Fähigkeit besitzen, die Dimension unserer Erde zu begreifen.

Ich habe zum ersten Mal den Äquator überquert, irgendwo über Brasilien, auf der 10.300 km langen Strecke zwischen Paris und Lima, hinweg über Orte, die man nur aus dem Fernsehen kennt. Schon alleine die Vorstellung, in 11,5 km Höhe durch die Troposphäre zu fliegen, ist eigentlich nicht zu begreifen. Was Gott sich wohl dabei dachte, als er uns Flugzeuge bauen ließ?

Wir sind auf einem anderen Kontinent gelandet, jedoch so weit weg von zuhause, es könnte auch ein anderer Planet sein. Zumindest eine ganz andere Welt auf unserem einen Planeten, die wir nun zu erkunden beginnen. Über das Internet immer verbunden mit Zuhause.

 

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