Am Freitag war ja Fiesta Latina, das bedeutet, wenn es denn dazu kommt, schläft man in der Regel unter meditativem Bass aus dem Keller ein. Eine Geräuschkulisse, die einen den ganzen Abend begleitet.
Am Samstag schien die Musik immer noch zu laufen, jedenfalls war der Bass am Morgen nicht verschwunden. Ein seltsamer Tinitus dachte ich erst, aber nein, es war wohl das Zimmer neben an, aus dem der Bass kam.
Als ich Samstag nach, zugegebenermaßen etwas angetrunken, heim kam und im Bad war, habe ich schon wieder den Bass gehört. Dabei war keine Feier. Also ich war mir sicher. Ich schob es auf den Extra-Cocktail, den wir bekommen hatten und ging ins Bett. Heute Morgen war er schon wieder da. Ich vermutete, dass ist so wie Phantom-Schmerzen. Naja, oftmals ist das ja auch schmerzhaft, was da aus dem Keller kommt. Ich rätselte also wieder über den Bass und fand schließlich raus, dass es ein schnarchenden Tenor war. Und das hatte ich in zweieinhalb Jahren noch nie gehört!
Phantom-Musik
November 1, 2009 by schratiKeine Experimente!
October 31, 2009 by schratiIch war heute mim Jan radeln, die Adenauer-Tour, und es war scheiß kalt gegen Ende. Aber ich dank dir, allein wär ich nicht raus gegangen!

Dieses Foto hab ich mal auf einer ähnlich frischen Tour gemacht, ein wunderschöner Februar-Tag in Frankreich, hinauf auf den mörderisch steilen Hügel gegenüber von Taizé.
Frittiertes Fettgebäck
October 25, 2009 by schratiIch war das Wochenende auf einem Kolloquium des Jungen Forums der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft in Bonn. Bei einer Stadtführung habe ich unten abgebildetes Schild entdeckt. Für die KHG-Exkursion im Januar nach Bonn sind also entsprechende Vorkehrungen zu treffen.
Die Veranstaltung war zum einen ein Segen, da ich so der “Ölkrise” entgehen konnte, zum anderen aber auch fatale Versuchung: Die Veranstalter hatten zur optimalen Zuckerversorgung der Teilnehmer auf Gebäck zurückgegriffen, dass meiner Meinung nach nur im Advent und der Weihnachtszeit verkauft werden sollte – da konnte ich den dargebotenen Lebkuchen und Domino-Steinen natürlich nicht wiederstehen.
Hihi, Ölkrise – das gefällt mir jetzt aber wieder…

Wie kam ich eigentlich darauf, den Eintrag “frittiertes Weihnachtsgebäck” nennen. Ich wollte doch den Herrn in der Warteschlange mit “Fettgebäck” zitieren…
Master-Anwärter
October 18, 2009 by schratiSo, jetzt habe ich mal eine neue Kategorie angelegt. Schließlich bin ich jetzt Bättschla off Sajenz und strebe hochmotivert nach Höherem. Wie lange diese Motivation noch halten wird, weiß ich allerdings nicht, deshalb habe ich schon mal ein bisschen vorgearbeitet, zur Sicherheit. Ansonsten bin ich aber von meiner Master-Wahl ziemlich begeistert und bin gespannt, wie sich das so alles gestalten wird. Schließlich sind wir nur ein Zehntel so viel HuD-Erstis wie damals im Bachelor.
Hach ja, damals… ich mache diese Semester ein Tutorium und bin so wieder in meinen Horror-Hörsaal des ersten Semesters zurückgekehrt. Da ist es jetzt doch schön zurückzublicken und zu wissen, dass man das alles durchgestanden hat. Und hinter einem sitzen dann 450 Erstis, die noch total verwirrt sind und von all dem, was in den letzten drei Jahren dann doch so selbstverständlich wurde, überhaupt keine Ahnung haben. Mal schauen, wie die sich so entwickeln.
Was gabs sonst noch in den letzten Tagen? Die Anuga in Köln! Das war echt cool, fünf Stunden lang alles essen und trinken, was einem so in die Finger kommt. Also immer in Schüben, schließlich wird einem von den Oliven, die man nach den Keksen isst und mit dem Eis übertüncht, regelmäßig schlecht. Auch war es etwas seltsam, da so ganz ohne geschäftliches Interesse hinzukommen, da man dann ja doch eher uninteressant für die Aussteller ist. Aber es war trotzdem eine coole Erfahrung.
Nationalfeiertag ohne Aussatz
October 5, 2009 by schratiAm Samstag habe ich den Tag der Deutschen Einheit mit Stefan begangen. Es gab Wortgottesdienst in Annerod und wir hatten geplant, ein bisschen Musik zusammen zu machen, auch wenn nur eine Hand voll Menschen zu erwarten war. Zwar ist zum Tag der Deutschen Einheit noch kein Aussatz vorgesehen, aber ich konnte Stefan dann doch überreden, am Einheitstag auch die Trennung von Staat und Kirche für einen Moment aufzuheben und ein Medley aus dem Deutschlandlied und dem in einigen Zügen doch ähnliche klingenden Tantum ergo zum Einzug zu spielen. Er probierte es vorher aus, da kam gerade die Solistin für das Ave Maria die Treppe hochgekrochen. Eine ältere Dame, schwer keuchend, ich konnte ja nicht ahnen, dass sie singen sollte, sie konnte sich ja kaum auf den Beinen halten. Als Stefan fertig gespielt hatte, sagte sie zu ihm: “Sie sind aber ein Schlingel! Deutschland, Deutschland über alles…” Stefan entgegnete, dass man an der Orgel halt nicht hört, dass es nur die dritte Strophe ist, aber das verstand sie irgendwie nicht.
Die beiden spielten dann das Ave Maria durch, und guck an, die gebrechliche Frau mit dem super kitschigen lila Pulli, auf dem “My cat is my best friend” stand, hat ordentlich Bums! Bei Singen höre ich zum ersten Mal ihren starken amerikanischen Akzent und finde somit eine Erklärung für den Pulli. Stefan erzählt mir hinterher, sie sei Anfang der Neunziger wohl eine der Stars am hießigen Stadttheater gewesen. Gut, das könnte hinkommen. Und sie käme jede Woche in den Gottesdienst und man höre sie manchmal singen, sogar von oben. Den regelmäßigen Gottesdienstbesuch nehme ich ihr jedoch nicht sofort ab, denn als ich hier zum Friendsgruß die Hand entgegen strecke, schau sie mich verwirrt an, gibt mir die Hand und sagt “hello”. Dann kommt Stefan und bekommt ein amerikanisch untermaltes “Guten Abend”. Naja, es nimmt ja jeder so seine Dinge aus dem Gottesdienst mit, auch wenn er ihn schon jahrelang regelmäßig besucht.
Damit ich mich dann aber wieder endgültig in Gießen angekommen fühlte, gab es zum Empfang in der Nacht noch eine Geburtstagsfeier im Keller, die mich so gegen vier Uhr dann auch noch mal weckte. Und ich wünschte mich gleich wieder den schönen Odenwald zurück… es ist und bleibt the Catholic dungeon…
Allzeit hochträchtig
October 1, 2009 by schratiAm Dienstag Abend habe ich mal wieder einen kleinen Ausflug in das wunderschönes Heidelberg gemacht. Vor zwei Wochen habe ich einen ganzen Sonntag da verbracht, habe mich in ein Free-WLAN-Café gesetzt, war im Museum, bin aufs Schloss sparziert und habe ein bisschen fotografiert. Schoppen war ja nicht, auch wenn der Gummibärchenladen auf hatte.
Diese Woche habe ich mich mit Froggy getroffen und als ich abends wieder zurück zu meinem kostenlosen Stammparkplatz am Altstadtrand gelaufen bin, beobachtete ich eine nette Szene. Ich lief an einem Käthe-Wohlfahrt-Geschäft vorbei, ein Ort, an dem die wunderschön Prächtige tatsächlich allzeit hochträchtig ist. Davor hatte ein junger Asiate sein Stativ aufgebaut und verbrachten Minuten damit (ich weiß ja, dass sowas länger dauern kann), das funkelnde Schaufenster bei Nacht zu fotografieren. Ich erinnerte mich an ein Geschäft für Chinese-Christmas-Kitsch, das ich im März in den USA fotografiert hatte. Ob der der Asiate zuhause dann auch erzählt, dass die Deutschen doch alle verrückt sind?
Blessuren
September 28, 2009 by schratiBilder von meinem Österreich Urlaub gibt es leider nicht, da ich hier keinen Kartenleser habe, aber schön war es trotzdem. Mittlerweile sind meine Ellenbogen- und Handgelenkschmerzen auch wieder verzogen, ich ich mir bei einem Abstieg zugezogen habe. Wir waren im Defereggental und sind dort auf ganz viele Almen sparziert. Mein persönlicher Tiefpunkt: Ein Kellnerin kam am Ende mit einem Tablett, auf dem zwei Schnäpse und ein Lutscher lagen.. zwei Tage später kassiert ein Bergbahnbediensterer beim Einstiegen für “zwei Erwachsene und ein Kind”, das gab mir dann shcon ein wenig zu denken. Aber sonst war der Urlaub klasse!
Pustekuchen
September 20, 2009 by schratiIch habe mich nun endlich mal daran gemacht, ein Bene-Baguette zu backen. Allerdings sieht es weder so aus, nch schmeckt es wirklihc so. Aber gut, das war auch backen und extremen Bedingungen und gut aussehen und schmecken tut es trotzdem! Der Backofen in Aglabasterhausen scheint aber etwas schwach auf der Brust zu sein, das sieht außen zwar alles recht nett aus, aber die inneren Werte lassen etwas zu wünschen übrig. So auch bei meinem Kremmböll (Apfelkuchen ohne Boden mit viel Steuseln), den ich für meine lieben Kolleginnen gebacken haben. Eine war dann so nett, in zur Nachbehandlung in die Cafeteria zu bringen…

Im Moment genieße ich gerade spätsommerliche Temperaturen und schönen Heidelberg, bevor es morgen in den Urlaub nach Osttiro zum Wandern geht.
Viva Badenia
September 16, 2009 by schratiBadisch III – heute: Aufbauwortschatz und musikalische Einführung
Na da kann man ja gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: auf Youtube gibt es eine kleine Vokalbeliste (keine Garantie), hinterlegt mit dem Badenerlied – zum kennen lerne, eine CD-Empfehlung gibt es das nächste Mal.
Adaption
September 14, 2009 by schratiIch habe beim Schreiben meiner Bachelor-Arbeit was seltsames beoachtet:
Ich habe in meinem LaTeX-Dokument die vorgegebenen Seiteränder eingestellt, welche recht asymmetrisch sind: oben und unten ungefähr gleich, 1,5 cm, rechts 2 cm und links ganze 4 cm (!!). Als ich das erste Mal kompillierte und mir das PDF betrachtete, dachte ich mir: hm, sieht komisch aus, aber bitte, wird schon seinen Sinn haben. Dann schreib ich und schreib, und kompillierte und kompillierte, bestimmt 487 mal, mindestens. Gegen Ende schaute ich etwas in einer anderen Hausarbeit nach, die ich mit symmetrischen Rändern gesetzt hatte. Und mein erster Gedanke: Wie unsymmetrisch! Nach tausendfachem Betrachten meiner Bachelorarbeit bin ich wirklich der Meinung, ein Rand von links 4 und rechts 2 cm ist absolut symmetrisch. Und ich dachte immer, die Nase sei das Organ, das am besten adaptieren kann, aber da ist meine wahrscheinlich einfach überfordert mit…