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»Die Liebe ist der Herzschlag des gesamten Universums«

La Traviata Probe II

Es muss ihm wichtig sein, wenn er sagt „ich weiß, dass Sie das alle wissen“ und die Geschichte trotzdem erzählt.

Der Maestro nutz die kurze Pause, um sich mit seinem Taschentuch den Schweiß von der Stirn zu wischen und beginnt mit seiner kurzen Lektion zur wahren Geschichte hinter La Traviata, mit einem Ernst in der Stimme, die eine Betroffenheit vom Schicksal einer jungen Frau spüren lässt, deren Geschichte, deren Verletzungen und deren Glück heute kein Stück an Aktualität eingebüßt haben.

Die historische Vorlage der vom Wege abgekommenen biete Marie Duplessis, eine adelig klingende Namensfassade der unter erbärmlichen Verhältnissen in der Normandie geborenen Alphonsine Plessis.

Mit dem Taschentuch trocknet er wieder den Schweiß auf seiner Stirn und erzählt von dem Mädchen, sie sei in Armut aufgewachsen und bereits als Kind sexuell missbraucht worden. Seine Stimme lässt erahnen, er lege damit den Schlüssel für das Verstehen von Violettas Seele frei und spanne die emotionale Dimension dieser Geschichte auf.

"Die Liebe ist der Herzschlag des gesamten Universums" La Traviata im Stadttheater Gießen Foto: Rolf K. Wegst

»Die Liebe ist der Herzschlag des gesamten Universums«
La Traviata im Stadttheater Gießen (noch bis April 2017)
(Photo: Rolf K. Wegst)

Irgendwann habe sie ihre Schönheit entdeckt und wie diese sie aus ihrem miserablen Leben befreien könne. Sie sei nach Paris gegangen und habe sich dort einen Namen als Kurtisane diverser gewichtiger Herren gemacht. Dabei sei sie – natürlich – erkrankt. Sie habe sich schließlich verliebt, diese Seele, die sich an so viele Männer verkauft hatte, habe zum ersten Mal begonnen, unschuldig und rein zu lieben. Schließlich sei sie, schwindsüchtig wieder in der Armut gefangen, ihrer Krankheit erlegen, mit gerade mal 23 Jahren, während vor der Tür bereits die Gerichtsvollzieher warteten – ihren Tod erwarteten, um aus ihrem mit ihrer Aura behafteten Hab und Gut märchenhafte Profite zu schlagen. Heute liege sie auf dem Pariser Friedhof Montmatre begraben.

Die Geschichte der Traviata, vom Wege abgekommenen, sie handelt von der Liebe, die an einem Fleck in Violettas Seele keimt, der von allen Verletzungen geschützt worden war und ihr Heilung bringt. Leider vermag sie keine sozialen Konventionen zu durchbrechen, sodass sie letztlich an diesen selbst zerbricht.

In der Tragik und Dramatik unausweichlich mitreißend, doch am Ende steht nicht der Tod, sondern die Fähigkeit, trotz aller Verletzungen unschuldig und rein lieben zu können – wenn auch gefangen in den Unzulänglichkeiten des menschlichen Daseins, die Violetta der Einsamkeit überlassen.

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Ohrenzeuge

La Traviata-Probe I

Wie das Entsetzen nahbar machen, wenn die Musik noch zu lieblich erklingt, zu flach, zu alltäglich?

Der Maestro unterbricht und beginnt mit seiner weichen, tiefen Stimme gefasst, aber ernst zu sprechen. Da sei das ein Festival in Nürnberg gewesen, im Sommer, mit diesem Konzert in Ansbach, an diesem einen Tag. Er habe vor dem Festival-Gelände gestanden und ja auch nicht gewusst, wie es sich anhöre, wenn eine Bombe explodiere. Einen dumpfen Knall habe es getan, etwa 100 Meter entfernt. Erst die Vermutung, das sei vielleicht ein Teil der in der Nähe stattfindenden Bühnenshow. Dann aber hätten sich die Gesichter der Menschen verändert, die Fröhlichkeit sei weißen, leeren Blicken gewichen. Ein Selbstmordattentäter hatte sich in die Luft gesprengt.

Ein solches Entsetzen sei, das in La Traviata erklingen solle.

Zum ersten Mal einen Ohrenzeugen des Terrors gehört.

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Die Seele, in der die Liebe wohnt, ermüdet nie und nimmer

El alma que anda en amor, ni cansa ni se cansa – ein Satz, tausende Male besungen, wenngleich wohl nie auf einer Opernbühne. Doch genau dort ist er mir wiederbegegnet – als Emotion, nicht als gesungenes Wort. So ganz absurd ist das nicht, geht es in der Oper doch immer um die Liebe, gerne auch in verworrenen bis absurden Geschichten, aber dafür lieben wir dieses Genre ja.

In Donizettis Linda di Chamounix – hier in der Inszenierung Hans Walter Richters am Stadttheater Gießen – scheint es mit der Liebe scheinbar recht offensichtlich. Linda und Carlo suchen ihr gemeinsames Glück inmitten gesellschaftlicher Zwänge und männlicher Machtinteressen, mit mehr Drama, als das wahre Leben wohl ertragen könnte. Dabei wird Linda völlig entwurzelt – die dörflichen Machtinstanzen hegen lüsterne Interessen, ihre Eltern schicken sie aus der Heimat fort, ihr Carlo ist dem Selbstmord nahe, der Vater verstößt sie – schließlich verfällt Linda dem Wahnsinn, bevor sie zu Carlo zurückfindet.

Doch die nie ermüdende, liebende Seele, sie scheint mir in dieser Oper nicht den heteronormativen Hauptrollen auf den Leib geschrieben. Vielmehr findet man sie in der schmächtigen Nebenfigur Pirotto, der gute Freund Lindas. Pirotto ist die einzige Konstante in Lindas Verzweiflung. Egal wie groß diese Verzweiflung, er singt für sie, er geht neben ihr in ihrem Wahnsinn. Er hat dunkle, nicht unwahre Vorahnungen und sucht sie zu beschützen, er tröstest sie über Verlust und Verzweiflung, er ist der einzige, der sie in ihrem dunkelsten Moment noch anlächelt. Pirottos Seele liebt und mit dieser Liebe führt er Linda zurück ins Leben. Er steht am Ende mit leeren Händen, aber vielleicht mit vollem Herzen da. Ob sie glücklich ist, diese Seele, ob sie allein mit einer Sehnsucht zurück bleibt – das bleibt offen, vielleicht ja auch gänzlich unbemerkt. Doch trägt Pirottos Seele wie keine andere unermüdlich durch das Stück.

Die Liebe, sie sucht zu berühren, auch – oder gerade – auf der Opernbühne. Dafür liebe ich dieses Genre.

Foto: Rolf K. Wegst

Pirotto und Linda in Linda di Chamounix (Stadttheater Gießen, Foto: Rolf K. Wegst)

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Sternstunde

Letzte Woche. Ich laufe das Treppenhaus nach oben, graue Stufen, weiße Wände. Ich weiß nicht genau, in welches Stockwerk ich muss, also geh ich immer weiter nach oben. Ich schaue die Treppen hoch und plötzlich sehe ich einen grauen Mantel, auf die Brust einen gelben Stern genäht. Für einen Bruchteil einer Sekunde falle ich aus unsere Zeit, erschrecke, fühle eine seltsame Beklemmung.

Sowas kann ich doch gar nicht erleben, anno 2015 – oder kann ich?

Gelber Stern

Ich bin im richtigen Stockwerk angekommen, öffne die Tür und betrete die Schneiderei des Theaters.

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»Die Tugend der Araber ist die Barmherzigkeit«

Diese Zeile aus Temistocle Soleras Libretto zu Emilio Arrietas Oper »La conquista die Granata / Die Eroberung von Granada« (inszeniert von Cathérine Miville am Stadttheater Gießen) war mir eine der einprägsamsten – wohl auch angesichts dessen, wie die arabische Welt spätestens seit 9/11 in den Medien porträtiert wird.

Granada spielt zur Zeit der Reconquista – Königin Isabella strebt an, die Belagerung Spaniens durch die Mauren zu beenden und die Alhambra einzunehmen. In diesem Kontext ereignet sich die obligatorische Liebesgeschichte zwischen den verfeindeten Lagern. Zulema, die Schwester des maurischen Herrschers, und Gonzalo, der christliche Edelkrieger, werden am Ende glücklich unter dem Kreuz vereint und die Alhambra an Isabella übergeben. Es ist schwer auszumachen, wer in dieser Geschichte die Guten und die Bösen sind. Das Happy End mag dabei etwas irreführend sein, läutete Eroberung von Granada 1492 doch die spanische Inquisition und die Verfolgung der Juden ein – eine thematische Rückbesinnung auf den Beginn der Spielzeit, zu dem Ab heute heißt du Sara zu sehen war.

Happy End: Das vereine Paar, Königin Isabella, marusiches Heeresführer umringt von christlichen Kriegern. Foto: Rolf K. Wegst

Happy End: Das vereinte Paar, Königin Isabella und maursiche Heeresführer umringt von christlichen Kriegern. Foto: Rolf K. Wegst

Einen Hinweis auf Gut und Böse gibt das Bühnenbild: die christliche Baustelle Santa Fè erscheint in einem kühlen silber-grau, wohingegen die farbenfroh ins Licht gesetzten arabisch angehauchten Wandverzierungen immer wieder aufs Neue zum Träumen und Genießen einladen. Nicht zuletzt werden die Räume auf der Drehbühne durch eine Wand getrennt, in die die Worte der Grabinschrift Isabellas gestanzt sind. Eine Grabinschrift, die Isabella und ihren Gemahl Ferdinand als »Vernichter der mohammedanischen Sekte und Auslöscher der ketzerischen Falschheit« feiert.

Giuseppina Piunti als Isabella - Auftritte, denen man sich nicht entziehen kann! Foto: Rolf K. Wegst

Giuseppina Piunti als Isabella – Auftritte, denen man sich aukustisch und visuell nicht entziehen kann (was ich auch gar nicht will^^)  Foto: Rolf K. Wegst

Vielleicht geht es aber auch gar nicht so sehr um Gut und Böse. Das von der Kritikern als langweilig empfundene Libretto gibt Raum, sich auf die Schönheit der Musik zu konzentrieren. Hieß es am Anfang noch, das sei »halt einfach B-Musik«, ließ ich mich mit der Zeit doch gerne von dem melodiösen, fröhlichen Klang hinreißen, der mal kraftvoll und mit viel Bums die Entschlossenheit der Krieger untermalt, mal die kunstvollen Wandmalereien mit orientalischer Musik verkleidet. So schön und so bunt kann sie sein, die Vermischung des künstlerischen Vermächtnisses zweier Kulturen.

Vielleicht geht es auch einfach mal um Gefühle. Um die Euphorie vor dem Angriff, die Angst, einen geliebten Menschen zu verlieren, die Trauer um einen gefallenen Bruder, die Sehnsucht nach Frieden, die Einsamkeit, Wut und Verzweiflung, wenn einen der eigene Vater verstößt, die Versöhnung, von selbigen wieder aufgenommen zu werden, die Freude und das Glück darüber, wenn am Ende alles gut wird. Die Vorstellung lädt nicht nur zum Zuschauen und -hören ein, sondern genauso sehr zum Mitfühlen, zum Freuen, Trauen, Weinen, Sehen, Wünschen und Lieben.

Naroa Intxausti als Zulema - zum Dahinschmelzen schön! Foto: Rolf K. Wegst

Naroa Intxausti als Zulema – zum Dahinschmelzen schön… Foto: Rolf K. Wegst

Prägende Bühnenerfahrung ist in dieser Inszenierung das Tragen des Chadors, ein von muslimischen Frauen über Kopf und Körper getragenes Kleidungsstück, welches uns in den »arabischen« Szenen farbenfroh in Haremsdamen verwandelt. Erstmal ist es natürlich ein Kostüm, unter welchem der selbe Geist steckt wie unter der Idomeneo-Maske oder einem frechen Hut, doch ein Blick in den Spiegel lässt immer wieder erstaunen, wie viel Möglichkeiten der Selbstinszenierung einem dieses Kostüm nimmt. Man denkt an asketisch lebende, wuselige Nonnen, die sich auf ein Leben des Geistes eingelassen haben und freiwillig und bewusst auf äußere Darstellungen ihrer selbst verzichten (abgesehen davon, dass ein Habit natürlich auch eine Darstellung an sich ist). Und es ereilt mich mal wieder ein Glück darüber, dass mich soziale Konventionen nicht dazu bringen, mit mehr oder weniger Freiwilligkeit meinen Kopf – und irgendwie einen mir wichtigen Teil meines Ichs – zu verhüllen.

Der maurische Damenchor um Zulema - Foto: Rolf K. Wegst

Der maurische Damenchor um Zulema – Foto: Rolf K. Wegst

So provoziert der Chador bei mir dann auch ein Bekenntnis zur Dualität der Geschlechteridentität – und bei anderen zumindest die Frage, wie es aussieht, wenn frau im Chador Klimmzüge macht, oder so vermeintlich männlichen Aktivitäten wie Armdrücken, Clinch, oder Boxen nachgeht.

Am Ende der Oper sollte man es schließlich mit den Worten Zulemas halten, die in einer ihrer wunderschönen Arie singt »wer jetzt nicht bewegt ist, hat keine Seele«. Denn darum geht man doch ins Theater (wo der ein oder andere die nötige Anonymität des dunklen Zuschauerraums findet) – um die Seele berühren zu lassen.

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Endlich Popcorn in der Oper

Nach reiflicher Überlegung hatte ich mich letzte Woche entschieden, mir am Samstag die Live-Übertragung von La Cenerentola aus der MET im Kino anzuschauen. Und stellte mir ernsthaft die Frage, ob ich da nun Popcorn in der Oper essen könnte. Ob des horrenden Eintrittspreises von 29 € fand ich leider keine Begleitung für den Abend und beschloss, auf das ebenfalls überteuerte Popcorn zu verzichten.

Doch was erwartet einen, wenn man Oper im Kino schaut? Trifft man dort auf die gleichen Menschen, die sich sonst auf der anderen Seite des Berliner Platzes versammeln, wo man alles live, in Farbe und 3D sehen kann?

Kurzum: Ja. Der Kino-Saal war bis auf die vordersten zwei Reihen mit der Grauhelm-Brigade besetzt. Im Foyer befanden sich eine gülden-rote Absperrung, dahinter Stehtische mit elegant-weißem Verhüterli und Kino-Bedienstete, die den Willkommenssekt reichten und die Mäntel an der Garderobe entgegennahmen. An der Theke konnte man weiteren Sekt erwerben sowie den Lachssnack für die Pause ordern.

Auf den Stehtischen lagen zum freien Verzehr kleine Schokoladentäfelchen, mit denen ich mich für die Zeit bis zur Pause ausstattete, sowie Einkaufswagen-Chips mit Kinopolis-Aufdruck. Letztere fanden bei den Herr- und Damenschaften allerdings keine große Beachtung, schließlich war es kein MET-Aufdruck. Da ich ständig Einkaufwagenchips in Theaterspinden verliere, überlegte ich kurz, wie viele mir bei dem Eintrittspreis wohl zustünden und nahm eine Hand voll mit.

Im Saal traf ich dann noch eine Bekannte und wir nahmen in der zweiten Reihe Platz – das Pech der Spätbucher, eher suboptimal. Optimal hingegen die Subtitle, denn für die theaterüblichen Übertitel hätte es einer dauerhaften Nackenüberstreckung bedurft (für die echte MET-Erfahrung wäre natürlich die Anzeige in der vorderen Sitzlehne nötig gewesen).

Über die Großartigkeit der Besetzung braucht es nicht viele Worte zu verlieren – Joyce DiDonato und Juan Diego Flórez in den Titelrollen, ein traumhaft schönes Märchen. Mir brach es das Herz, als Aschenputtel ihren Vater anbettelte, für einen Stunde zum Ball des Prinzen kommen zu dürfen, doch im Rest des Kinosaals regte sich – nichts.

Irgendwann war man zwangsläufig vor die Frage gestellt – applaudiert man im Kino? Gelungene Aktionen bei Fußball-Übertragungen werden ja auch emotional beklatscht. Wir entschieden uns also für Zwischenapplaus und Brava-Rufe, doch im Rest des Kinosaals regte sich – nichts.

Am Ende der Vorstellung drehten wir uns um und meine Bekannte sagte, die sähen alle aus, als hätten sie einen Horror-Film gesehen, und das war wahrlich keine Übertreibung. Wie La Cenerentola einen so kalt lassen kann, verstehe ich ehrlich gesagt nicht, aber das ist ja ein generelles Problem dieser Kunstform: Das ist gefälligst ernste Musik.

Leider wurde diese Musik einer ihrer Zauber beraubt: Der Unterschied zwischen Piano und Forte. In der gesamten Übertragung wurde die Lautstärke nachgesteuert, das große Non più mesta Finale gab es bei nahezu gleichbleibenden (und dazu noch wenigen!!!) Dezibel. Damit ist „live“ für mich eigentlich dahin.

Fazit: Das nächste Mal werden wieder 60 € ausgegeben und dafür gibt es Joyce DiDonato live. Und vielleicht singt sie Non più mesta dann wieder als Zugabe. Mit piano und forte. Und in 3D.

The cast of La Cenerentola at the METtropolitan Opera (Photo: Lawrence Brownlee via Joyce DiDonato)

The cast of La Cenerentola at the METtropolitan Opera (Photo: Lawrence Brownlee via Joyce DiDonato)

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Idomeneo Backstage

Was machen die Menschen in der Oper eigentlich, wenn bevor sie auf die Bühne treten bzw. nachdem sie abgehen? Am Ende der Gießener Idomeneo-Inszenierung gibt ein eingespielter Film unter Mozarts Ballett-Musik Antwort.

Doch die ganze Wahrheit hat es natürlich nicht ins Video geschafft – hier drei gesondert erfasste Szenen:

Amore, amore

Amore, amore

Upsi...

Upsi…getting wild with Neptune

Hauen und Stechen am Garderoben-Buffet

Hauen und Stechen am Garderoben-Buffet

Über Glanzlosigkeit und Spliss von Ilias Perücke diskutieren

Über Glanzlosigkeit und Spliss von Ilias Perücke diskutieren

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