Category Archives: Gender Defender

Memory zum Abstillen

Nach der Homo-Kini-Frage und den gepixelten Brüsten kämen wir heute zu einer wirklich diskussionswürdigen Sachlage und einem weiteren Fall deplatzierter Brust-Präsentation: Der Gießener Spielwarenhändler mit Tradition bietet zwischen Krimis auf kindgerechter Augenhöhe ein Busen-Memory an. Was bitte soll das?!?

Im Gießener Traditions-"Spielwaren"Handel

Im Gießener Traditions-“Spielwaren”-Handel Foto: anonym

Meine anonyme Bildquelle sprach nach dieser Entdeckung die Verkäuferin an („ist doch nicht so schlimm“) und gab ihren Einkauf zurück. Einige Zeit später war die »Recht-Brust-sucht-linke-Brust«-Box aus dem vordergründigen Sortiment verschwunden – damit aber nicht die Frage, was diese Gesellschaft ihren Kindern über den respektvollen Umgang mit Menschen und ihrem Körper beibringen möchte. Bei »Fuhr« wird man keine Antwort suchen müssen.

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Filed under Gender Defender, Life in Gießen

The Lesbian Donkey

A friend of mine found this at the International Green Week of Berlin this year: Olive oil, premium organic extra virgin. And lesbian.

The Lesbian Donkey

Olive oil from the Island of Lesbos. Great! The company “The Lesbian Donkey” writes about themselves: “The Lesbian Donkey company is the outcome of our vision for a return to the principles of the tradition of our ancestors.” Fabulous!

Too bad: their homepage pictures the olive harvest – with only men, no women. The gender classic.

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Well behaved women rarely make history

Well behaved women rarely make history.

Last week, I trained for making history. Think well before you pick your boss as sparring partner.

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Frauen-Täuschung

Kürzlich entdeckte ich in “Die Ingenieurin – Magazin für Frauen in technischen Berufen” eine Anzeige, die mit dem Gesicht von Anke, Planungsingenieurin bei der D, geschmückt war. Da ging mir ein sehr oberflächlicher und verallgemeinder Gedanke durch den Kopf: Based on observation sieht so leider nicht die durchschnittliche angehende Ingenieurin aus. – No offense.
Aber bei den männlichen Kollegen gibt man sich ja auch nicht mit dem Durchschnitt zufrienden.^^

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Sex on the Beach

Not beautiful, but special: Women’s beach in Trieste, Italy. Men are kept behind the white wall in the back.

On my way to EMSOC Rijeka, I spent a day in Trieste. Trying to find a place for swimming, I came across a very peculiar place – a beach seperated according to sex. It had a “bath for men” and a “bath for women and children”, aparently a tradition going back to the 19th century. I’d say – a hell of a concept! – but as they noted themselves: maybe a bit out of time..


I took three nice shots of the city, then I decided to take an earlier bus out of Italy.

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Gender und Werkzeug

“Der gute Makita” – sagte mein Vater, als er mich damals in der Schreinerei besuchte und er den dortigen Akkubohrer sah. Der Makita-Akkuschrauber – Inbegriff von Professionalität, Männlichkeit, Unabhängigkeit. Auch wenn der Akkuschrauber ein durchaus auch unter Frauen beliebtes Symbol der Emanzipation ist, drückt das Werkzeug, das mit ein bisschen Phantasie und Fingerzucken das testosteronkonnotierte Motorgeräusch eines PS-starken Autos imitiert, männliche Leidenschaft und handwerkliche Schöpfungskraft aus, eine Welt, die Frauen zwar nachahmen, aber niemals völlig einnehmen können.
Frauen, oftmals ja auch als Hausfrauen bekannt, haben ihre eigenen fest mit dem Bild ihrer Genderrolle verbundenen Helfer im Alltag (der Begriff “Werkzeug” wäre hier wohl fehl am Platz). Nur geringfügig weniger populär als der traditionelle Kochlöffel ist hier der Staubwedel, eng verbunden mit der blauen Kittelschürze, welche heute jedoch weitgehend in den professionellen Reinungsbereich zurückgedrängt wurde. Der Staubwedel ist still zu gebrauchen, in den Höhen der heimischen Wohnung, wenn der Herr aus dem Haus ist, um ihn von der beschmutzenden Tätigkeit im häuslichen Umfeld zu verschonen und ihm eine angenehme, saubere Atmosphäre für den Feierabend zu schaffen.

Mit solchen oder ähnlichen Bildern sind vielleicht viele von uns aufgewachsen, auch wenn sich die tradierten Geschlechterrollenbilder sicherlich an der ein oder anderen Stelle auflösen.

Was ich kürzlich entdeckte, ließ mich kurz innehalten und schmunzeln – da hatten sich doch tatsächlich die beiden Symbole für Männlich- und Weiblichkeit zu einem einzigen Werkzeug verschmolzen. Gereinigt wurde damit übrigens ein Elektroschacht in einem Supermarkt – natürlich von einem Mann. Akkuschrauber schlägt Staubwedel.

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En travesti

Die letzte Hausarbeit meines Studiums. Die spannenste! Ein Kunstwerk in Wort und LaTeX!

Doch wer findet meine beiden höchst unwissenschaftlichen Zitate? Ich habe mir beim Kaschieren jedenfalls große Mühe gegeben die Quelle nach allen Regeln der Kunst anzugeben, was bei einem Prof. K. F. Boerne gar nicht so einfach ist!

Doing Gender – Soziale Konstruktion von Geschlecht

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Filed under B.Sc., cand. M.Sc. oec.troph., Gender Defender, TeXnisches

Between the ears

My blog post on Octavian and Susanna, written pretty much six months ago, came to my mind yesterday evening – it was the re-opening of Le Nozze di Figaro in Giessen. A whole (!) different experience than in March, I must say.
A large part of the cast had changed, including Marcellina – her part was now sung by Merit Ostermann,who had rendered me speachless as Octavian – what a coincidence. But even though Marcellina appears as this grumpy old lady in that corded-up black dress, grey wig, everything far from an attractive appearance, there was still this clear, shining light in her voice. I’m starting to see voices in colors – a short, but beautiful view.
Also, Cherubino’s hairdo had changed. Revoco! I withdraw my previous statement on the compliance with Beaumarchais demands on this role (which is the Cherubino is to be sung by a very beautiful woman). This time he really got me! And most of all, he got me lamenting the duality of the world. This lead me to Professor Boerne…

Having written a seminar paper on the social construction of gender, I need to quote Karl-Friedrich Boerne, the nation’s greatest forensic pathologist on TV: Gender is not being constructed between the legs, it is constructed between the ears. One of the greatest phrases of the last Tatort, which was about a murder case related to intersexuality. Interestingly, as part of the storyline, the professor, along with all the suspects, went to see a heteronormative Verdi opera. A very subtile thought, but I like it!

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Rein theoretisch hast Du praktisch keine Chance!

Als ich dieses Plakat das erste Mal auf dem WiWi-Campus gesehen habe, dachte ich zunächst, es handle sich vielleicht um eine pessimistisch-fatalistische Verwandschaft mit der Kampagne der Unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs, die seit Oktober mit dem wahrheitsträchtigen Slogan “Wer das Schweigen bricht, bricht die Macht der Täter” auf sich aufmerksam macht. Vielleicht als Aufruf, der theoretischen Wahrscheinlichkeit des “quasi” keine Chance Habens doch mutig etwas entgegenzusetzen.

Aber der Slogan auf dem Plakat birgt viel mehr sprachliche Finesse als ich zunächst dachte – es handelt sich nämlich um eine Kampagne des Bundesverbands Deutscher Volks- und Betriebswirte, mit der er auf seine Praktikumsbörse aufmerksam macht, da auf das Berufsziel ausgerichtete Praktika während des Studiums den Berufseinstieg erleichterten und immer mehr Unternehmen erste Praxiserfahrungen von Absolventen erwarteten. Ich bin begeistert, auch wenn ich das Bild in dem Zusammenhang für einen Fehlgriff halte. Dr. Christine Bergmann (die genannte Beauftragte) sollte unbedingt ein Plakat daneben hängen. Und noch an viel mehr Orten. Prinzipiell.

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Filed under § 176, B.Sc., cand. M.Sc. oec.troph., Gender Defender, Occhia alla Lingua